Zukunftswerkstatt Alter Markt – OB sagt Unterstützung zu

Wie kann ein Stadtgebiet mit Hilfe der Bürger verändert werden, dazu sammelten Anwohner und Interessierte in den letzten Tagen im Rahmen der Zukunftswerkstatt Alter Markt Ideen. Gestern wurden die Ergebnisse OB  Dr. Bernd Wiegand (Foto mitte) und der Presse vorgestellt. Den Aktiven ist klar, dass noch lange nicht alle Bewohner des Gebietes rund um den Eselsbrunnen erreicht wurden, aber immerhin, ein Anfang ist gemacht. OB Wiegand sieht das Projekt sogar als Anregung für das gesamte Stadtgebiet, denn die Bewohner haben eine andere Sichtweise auf ihr Viertel als die städtischen Planer. Die Zusammenarbeit zwischen beiden Seiten könne nicht früh genug beginnen.

alter markt obBei der ersten Zukunftswerkstatt wurde eine Vielzahl von Ideen gesammelt, einige sollen weiterentwickelt werden. So könnte ein Radweg zwischen Markt und Altem Markt entstehen. Hingewiesen wurde auf die Initiative „Essbare Stadt“, in Halle wird u.a. direkt hinter der „Goldenen Rose“ in diesem Sinne gegärtnert. Eine weitere Idee war das Einfügen von rosenförmigen Pflastersteinen um den Eselsbrunnen herum, die dann gemietet und mit Namen z.B. von Neugeborenen oder – passend zum  gestrigen Valentinstag – von Liebespaaren – versehen werden könnten.  Der Spielplatz am Schülershof hätte eine Auffrischung und e.v. eine Erweiterung nötig, so ein weiterer Gedanke zur Verschönerung des Viertels. Wichtig seien Begegnungstätten für die Anwohner, die Familien sollen sich kennenlernen. Bänke und Liegeflächen sollen zum Verweilen und Kontakte knüpfen anregen. Denkenswert wäre eine Broschüre, die mit Hilfe wissenschaftlicher Quellen über das Viertel am Alten Markt informiert, diese könnte auch als Vorlage für Stadtführungen dienen. Wichtig ist es den Organisatoren der Zukunftswerstatt, die Bürger zur Beteiligung an der Veränderung ihres Stadtviertels anzuregen.

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OB Wiegand ist erfreut über solche  Initiativen, sein Herz schlage dafür. Schließlich ist Bürgerbeteiligung eines der wichtigsten Ziele seiner Arbeit. Er sagte seine Hilfe zu und empfahl, einen eingeschriebenen Verein zu gründen, so sei z.B. die Suche nach Sponsoren einfacher. Vertreter der HWG versprachen, einen bunten Wohnungsmix in den zu sanierenden Gebäuden zu schaffen, um Bewohner aller Alterstufen und unterschiedlicher Lebensformen als Mieter für das Gebiet rund um den alten Markt zu gewinnen. Halles Oberbürgermeister Wiegand und Citymanager Wolfgang Fleischer sind sich einig, die Zukunftswerkstatt Alter Markt könnte ein Pilotprojekt für die gesamte Stadt werden.

Möglich ist das alles aber nur durch die ehrenamtliche und engagierte Arbeit der Organisatoren dieser Initiative. Interessierte sind eingeladen, an den nächsten Zusammenkünften immer am Donnerstag um 18 Uhr in der Goldenen Rose teilzunehmen. Der Blog: http://altermarkt.wordpress.com/

Text und Fotos: Gisela Tanner

Foto1: OB Wiegand informiert sich über die ersten Ideen

Foto 2: Ideen über Ideen zum Alten Markt