Zahl der Nebenjobber hat sich in den letzten zehn Jahren verdoppelt

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Immer mehr Menschen in Sachsen-Anhalt haben einen Nebenjob. Verdienten sich im Juni  2003 noch 15.460 Männer und Frauen etwas durch einen geringfügig entlohnten Minijob  dazu, waren es zehn Jahre später 30.807. Damit hat sich die Zahl verdoppelt. Das sind  etwa vier Prozent der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Land. Dieser Anteil lag  im Juni 2003 bei etwa zwei Prozent.
Allerdings liegt Sachsen-Anhalt beim Anteil der Nebenjobber weiter deutlich unterhalb des Bundesschnitts. Deutschlandweit gehen fast neun Prozent der Beschäftigten einem  Nebenjob nach. Im Bundesschnitt hat sich die Zahl der Nebenjobber in den vergangenen  zehn Jahren mehr als verdoppelt.  Die meisten Nebenjobber in Sachsen-Anhalt arbeiten im Handel, Reinigungsgewerbe,  Gastgewerbe und auch im Gesundheits- und Sozialwesen. Fast 62 Prozent der  Nebenjobber in Sachsen-Anhalt sind Frauen.

Die Motivation einen Zweitjob zu haben sei unterschiedlich, erklärte der Chef der  Arbeitsagenturen in Sachsen-Anhalt und Thüringen, Kay Senius, in Halle. „In einigen  Branchen ist das Lohnniveau gering und der Nebenjob bietet die Möglichkeit die  Einkommenssituation zu verbessern. Dazu kommt, dass 40 Prozent der Frauen hierzulande  in Teilzeit arbeiten und einige die Einkommenslücken durch einen weiteren Job  kompensieren müssen.“ Andere wiederum entschieden für den Nebenjob, um sich größere  finanzielle Vorhaben und Anschaffungen zu ermöglichen, so Senius weiter.

Die Zahl der Menschen in Sachsen-Anhalt, die ausschließlich geringfügig beschäftigt waren,  sank von 85.957 im Juni 2003 auf zuletzt 84.139. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig  Beschäftigten sank im gleichen Zeitraum von 763.089 auf 754.325.

Quelle und Foto: BA regional