Woman in Jazz – eine Nachlese und Ausblicke auf den Jazzfrühling 2015

(c)tannertext - Veronika Todorova - Projekt Tickets Karten für dieses Konzert sind verfügbar. Weitere Informationen zu Tickets und interessanten Packages erhalten Sie hier. Jazz aus der Eurasischen Mitte
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(c)tannertext – Veronika Todorova – Projekt
Jazz aus der Eurasischen Mitte

Zehn Tage lang hatten in Halle in Sachen Jazz   die Damen die Oberhand. Welche Bedeutung das Festival „Woman in Jazz“ in seiner  neunten Auflage erlangt hat, zeigen ausverkaufte Veranstaltungen, Besucher von „außerhalb“, aber auch  die Anteilnahme der Hallenser selbst, z.B. beim City-Jazz.

Einer der Höhepunkte war am Sonntag, 9. Februar 2014, das Konzert von Jasmin Tabatabai und dem Quartett des Schweizer Saxofonisten David Klein, das vom Publikum gefeierte wurde. Schon vor Beginn des Festivals war dieses Konzert komplett ausverkauft. Auch die Justiz- und Gleichstellungsministerin, Frau Dr. Angela Kolb und der Oberbürgermeister der Stadt Halle, Herr Dr. Bernd Wiegand waren unter den Besuchern, genauso wie Vertreter der über 20 Sponsoren, Förderer und Partner des Festivals. Die Kooperation mit der Stadt Halle, der Stadtmarketing Halle GmbH und die erstmalige Zusammenarbeit mit Landesinstitutionen, wie der Kunststiftung Sachsen-Anhalt und der Landeszentrale für Politische Bildung  lobte  Festivalleiter Ulf Herden während seiner seiner kurzen Ansprache.

Im Mittelpunkt des Festivals stand in diesem Jahr  der Brückenschlag zwischen der Jazzmusik aus Europa und der Musik aus dem vorderasiatischen Raum, einen Einblick dazu gaben drei Konzertprojekte. In Konzerten waren auch  große Persönlichkeiten der internationalen Musik- und Jazzszene wie NOA, Clara Ponty und Jasmin Tabatabai zu erleben.  Vier Uraufführungen, thematische Veranstaltungen im electro swing, dem neuen Trends im Jazzbereich, und ein spannendes Rahmenprogramm gehörten zur Veranstaltungspalette.

Musikerinnen und Musiker der halleschen Jazzszene waren genauso zu erleben wie Ausstellungen, Lesungen, eine Jam Sessions und eine Filmpremiere. Erwähnenswert auch das Free Funk Projekt der israelischen Posaunistin Reut Regev, die Uraufführung „Lines for Ladies“ von 5 jungen deutschen Jazzmusikerinnen oder die Uraufführung des Dokumentarfilms „In einem Meer von Tönen“, der die Entstehung eines gemeinsamen Konzertprojektes der Sängerin Cristin Claas, der Band l’arc six und der Staatskapelle Halle zum 8. Festival „Women in Jazz“ noch einmal erlebbar machte. Zum Tanztempel wurde der hallesche Volkspark mit der amerikanische Jazzsängerin Brenda Boykin. Freudig angenommen wurde vom Publikum auch das Projekt  „Jazz, Lyrik, Trotha“, in dem  sich prominente Rezitatoren, begleitet von der neu entstandenen Jazz – Reservisten – Band, vorstellten.

Insgesamt gab es, so informiert der Veranstalter,  20 Veranstaltungen mit Künstlern aus 15 Ländern. Mit über 7500 Besuchern wurde ein neuer Besucherrekord aufgestellt. Allein zum Cityjazz wurden bei 10 Einzelveranstaltungen mehr als 2500 Besucher gezählt.

Das Projekt „Jazz aus der Eurasischen Mitte“, getragen  von  acht Künstlerinnen und Künstler aus dem Iran, aus Usbekistan, dem Libanon, Bulgarien, Polen und Deutschland fand den Höhepunkt im Konzert am 8. Februar 2014 in der Oper, das vom  Publikum mit standing ovation und Da Capo! Rufen gefeiert wurde.

Für das  10. Festival kündigt  Festivalleiter Ulf Herden einen Jazzfrühling im April 2015 an.  Das Eröffnungskonzert ist für den 25. April 2015 in der Oper Halle geplant. Das 10. Festival wird bis zum 3. Mai 2015 dauern. Künstlerinnen und das  Publikum sind eingeladen, erstmals in der Saalestadt Halle im Jazzfrühling zu erleben.

Nach Informationen von
Ineke Borchert, „Women in Jazz“ 2014