Werkleitz Gesellschaft – Ferstivalbilanz und Ausblicke

Werkleitz Festival 2013 Foto© G.Tanner
Eine Installation wird vorbereitet (c)tannertext
werkleitzfestival 2013 Eine Installation wird vorbereitet (c)tannertext

Mit mehr als 5 000 Besuchern ist am Wochenende in Halle (Saale) das 16-tägige Festival „Utopien vermeiden“ zu Ende gegangen. Das Festival „Utopien vermeiden“ – dessen Titel auf eine Neonleuchtschrift von Martin Conrath zurückgeht, die in der ersten Werkleitz-Ausstellung 1993 gezeigt wurde – versammelte anlässlich des 20-jährigen Jubiläums der veranstaltenden Werkleitz-Gesellschaft Kuratoren und Theoretiker, die jeweils einen Künstler bzw. thematische Blöcke des Filmprogramms betreuten.

Über zwei Wochen bot „Utopien vermeiden“ in der Technikhalle des ehemaligen Centrum-Warenhauses 14 eigens für das Festival erstellte Arbeiten internationaler Künstler in einem Ausstellungsparcours. Geführte Rundgänge, Artist Talks und öffentliche Gespräche mit den geladenen Kuratoren waren das Begleitprogramm zum Parcours. Zu weiteren Höhepunkten des Festivals zählten Film- und Performanceprogramme sowie ein Symposium. Letzteres dokumentiert ein Katalog, der im März 2014 erscheinen wird.

„Wir sind sehr zufrieden mit dieser Jubiläumsausgabe des Festivals“, bilanzierte Werkleitz-Direktor Daniel Herrmann, der das Festival gemeinsam mit Marcel Schwierin künstlerisch leitete. „Vor allem die zahlreichen Besucher an den Wochenenden bei Ausstellungsführungen und Performances haben gezeigt, dass es uns wieder gelungen ist, einen unbekannten Ort für Veranstaltungen zu etablieren“, so Herrmann, der damit noch einmal auf den kurzfristigen Festivalumzug verweist: Das Hochwasser vom Juni und dessen Schäden ließ das ursprüngliche Ausstellungskonzept auf der Peißnitzinsel in Halle im wahrsten Sinne des Wortes untergehen. Mit dem Umzug in die Technikhalle habe man einen über viele Jahre leer stehenden Ort wieder belebt und diesen in eine temporäre Kunsthalle verwandelt.

Für 2014 kündigt Daniel Herrmann eine Kooperation mit dem Festival „Doppelgänger“ an. Das Puppentheater Halle richtet dieses zu seinem 60. Geburtstag Ende April aus und vereint in einer Festwoche die Zusammenarbeit mehrerer Partner, zu denen neben Werkleitz u. a. die Leopoldina, die Franckeschen Stiftungen, die Stiftung Händelhaus und die Galerie Talstraße gehören. „Zum Thema werden wir ein Filmfestival kuratieren“, so Daniel Herrmann. 2015 stehe für die Werkleitz-Gesellschaft dann das dritte „Move“-Festival im Herbst auf dem Programm. Medienkünstler aus Europa, Kanada und Australien werden sich mit dem Titelthema „move on“ auseinander setzen.

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Informationen zu Werkleitz im Internet unter www.werkleitz.de

Quelle: Werkleitz-Gesellschaft