Wer war Johann Joachim Winckelmann?

Links: Umkreis des Praxiteles: Frauenkopf (Der Brunnsche Kopf"), Karlsruhe, Staatliche Kunsthalle Karlsruhe, Foto: bpk / Staatliche Kunsthalle Karlsruhe / Annette Fischer / Heike Kohler rechts: Hans-Peter Feldmann: Figur David, cm. Leihgabe des Künstlers, Foto: Hans Peter Feldmann, © VG Bild-Kunst, Bonn 2018

[Bildnachweis am Ender des Textes] Die Antwort auf diese Frage gibt die neue Ausstellung im Kunstmuseum Moritzburg in Halle an der Saale. Drei Kuratoren, Prof. Dr. Stefan Lehmann, Prof. Dr. Olaf Peters und Dr. Elisa Tamaschke, haben zum Thema „Ideale, moderne Kunst seit Wickelmanns Antike“ eine bemerkenswerte Präsentation zusammengestellt. Gemäß der neuen Konzeption des Kunstmuseum wurde die Ausstellung erstmals in den Räumen des 2. Obergeschosses im Westflügel eingerichtet.

Winckelmann (1717-1768), Symbolfigur der frühklassizistischen Epoche vor der französischen Revolution, hat dank seiner Forschungen und Werksbeschreibungen einen bedeutenden Beitrag zur  Klassischen Archäologie und Kunstgeschichte geleistet.

In der Ausstellung  sind 67 Gemälde, Aquarelle, Zeichnungen, Druckgrafiken und Plastiken in einer einzigartigen Konstellation zu sehen, darunter Werke von Max Beckmann, Hermann Blumenthal, Arno Breker, Friedrich Wilhelm Eugen Döll, Hans-Peter Feldmann, Anselm Feuerbach, Francisco de Goya,  Waldemar Grzimek, Erwin Hahs, Hermann Haller, Eugen Hoffmann, Max Klinger, Georg Kolbe, Hans von Marées, Adolph Menzel, Otto Meyer-Amden, Georg Minne, Philipp Otto Runge, Karl Friedrich Schinkel, Oskar Schlemmer, Rudolf Schlichter, Georg Scholz, Georg Schrimpf, Moritz von Schwind, Carl Adolf Senff und Horst Strempel.

Der reiche Bestand der Moritzburg bildet die Grundlage für die Schau, die von selten verliehenen Werken aus öffentlicher und privater Hand ergänzt werden. Zu den Leihgebern gehören Museen aus Berlin, Chemnitz und Dresden, aber auch aus Braunschweig, Hamburg, Düsseldorf, Köln und Lausanne und Leipzig.

Ein eigenes Kabinett dient der Rezeption des antiken Körperideals im Rahmen des modernen Sports. Dort finden Besucher Fotografien von Edward Steichen, Reliefs von Hermann Blumenthal und Plastiken von Eugen Hoffmann, Arno Breker und Waldemar Grzimek. Auch ein Ausschnitt aus Leni Riefenstahls Film Olympia. Fest der Völker von 1038 ist zu sehen.

Die Ausstellung fügt sich als zentrale Veranstaltung in das Winckelmann Jubiläum 2017/ 18 des Landes Sachsen-Anhalt ein und ist noch bis zum 10. Juni 2018 zugänglich.  Gleichzeitig wird ein umfangreiches Begleitprogramm mit Führungen, Vorträgen, einem Konzert der Staatskapelle Halle und Workshops angeboten.

Ein ausführlicher Katalog, der während der Ausstellung zu besonders günstigen Preisen verkauft wird, ergänzt das Angebot. Zahlreiche Sponsoren unterstützen die Ausstellung.

Gisela Tanner nach Informationen der Moritzburg

 

Bildnachweis:
Links: Umkreis des Praxiteles: Frauenkopf (Der Brunnsche Kopf“),  Karlsruhe, Staatliche Kunsthalle Karlsruhe, Foto: bpk / Staatliche Kunsthalle Karlsruhe / Annette Fischer / Heike Kohler
Rechts: Hans-Peter Feldmann: Figur David, o. J.,  Leihgabe des Künstlers, Foto: Hans Peter Feldmann ©VG Bild-Kunst, Bonn 2018

 

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