Welches Europa braucht der Mittelstand – Christian Lindner in Halle

LindnerDie Friedrich-Naumann-Stiftung hatte am 27.2. 2014 zusammen mit der IHK und den Wirtschaftsjunioren Halle Saale e.V. in den Festsaal der IHK Halle-Dessau geladen, um dem FDP-Bundesvborsitzenden Christian Lindner ein Plattform zu geben. Lindner sprach über die EU in Bezug auf den Mittelstand „Welches Europa braucht der Mittelstand“ .  Zuvor lud IHK- Halle Dessau -Hauptgeschäftsführer Dr. Thomas Brockmeier die Anwesenden ein, sich den Festsaal genauer zu betrachten. Der Raum zwischen Klassizismus und Jugendstil wurde einst aus Spenden der Unternehmerschaft gestaltet und drückt das Selbstbewußtsein der Unternehmer der Region aus.

Wolfgang Böhm, Vorsitzender der Erhard-Hübener-Stiftung e.V., sprach die Begrüßungsworte.

Lindner räumte ein, dass die Liberalen eine herbe Wahlniederlage erlitten hätten, mit ihnen aber 2014 wieder zu rechnen sei. Abgewählt worden sei eine FDP, die den liberalen Maßstäben nicht mehr entsprach. Weiterhin betonte Lindner, dass Marktwirtschaft auch sozial sei und lobte die kluge Tarifpolitik der letzten 15 Jahre genauso wie  die Agenda 2010. Er wies auf den Beschäftigungsrekord von 42 Mio Menschen in Deutschland hin. Dies sei nicht selbstverständlich. Er machte in diesem Zusammenhang  auf die wirtschaftlichen Probleme Frankreichs aufmerksam und  nahm Stellung zur aktuellen Wirtschafts- und Rentenpolitik der Bundesregierung. Besonders starken Beifall erhielt er für seine Forderung, dass die EU sich mehr mit globalen Themen der Wirtschaft und Politik befassen solle, anstatt mit der Krümmung von Gurken und Tomaten. Ähnlich war auch der Tenor der  Diskussion, die im Anschluss an das Referat Lindners stattfand. Es gehe nicht um Überregulierung, sondern um eine starke Wirtschaftsmacht Europa.

An  der Podiumsdiskussion nahmen Christian Lindner, FDP, Prof. Dr. Karl-Heinz Paqué, Wirtschaftsexperte und Publizist , Dr. Thomas Brockmeier, Hauptgeschäftsführer der IHK Halle-Dessau, Frank Sitta, Geschäftsführer der Sitta Kongress- und Eventmanagement GmbH, Sven Köcke, Finsterwalder Transport und Logistik mit dem Moderator Prof. Dr. Joannes Varwick, Martin-Luther-Universität teil. Nach der Diskussionsrunde sprach die FDP-Landesvorsitzende Cornelia Pieper die Schlussworte, in denen sie betonte, dass es keine wirtschaftliche Freiheit ohne die gesellschaftliche Freiheit gebe.

Gisela Tanner
Fotos: Thomas Mergen