Vorurteil über Hartz-IV Empfänger widerlegt

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Wie eine bundesweite Umfrage ergeben hat, haben knapp 70 Prozent der Arbeitgeber gute bis sehr gute Erfahrungen mit ehemaligen Hartz-4 Empfängern im eigenen Betrieb gemacht. „Die Studie zeigt sehr deutlich, dass Hartz-IV Empfänger wollen und können und im Rahmen der Fachkräftesicherung eine wichtige Personengruppe sind“, sagte Kay Senius, Chef der BA-Regionaldirektion Sachsen-Anhalt-Thüringen. Seit Jahresbeginn konnten 29.500 Hartz-IV Empfänger eine Beschäftigung in Sachsen-Anhalt auf dem ersten Arbeitsmarkt aufnehmen.

Die repräsentative Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach im Auftrag der Bundesagentur für Arbeit bei Unternehmen aus den Branchen Gastronomie, Pflege und Handwerk widerlegte so manches Vorurteil. Es geht in der Studie um die Erfahrungen der Unternehmen und Betriebe mit Hartz-IV Empfängern. „Positiv zeigt sich, dass über die Hälfte der befragten Arbeitgeber keinen Leistungsunterschied zwischen einem Hartz-IV Empfänger oder einem anderen Mitarbeiter sehen. Drei Viertel aller Arbeitgeber würden aufgrund ihrer Erfahrungen auch in Zukunft wieder einen Hartz IV-Empfänger einstellen“, so Senius.
 
Motivierte Hartz-IV Empfänger
 
Die Studie zeigt, dass die meisten Arbeitgeber mit den Leistungen der Hartz IV-Empfänger zufrieden sind und sie als hochmotiviert sehen. Vor allem im Bereich der Pflege zeigten sich die Arbeitgeber überdurchschnittlich zufrieden. 72 Prozent von ihnen hatten in der Befragung einen positiven Standpunkt gegenüber den bei ihnen beschäftigten ehemaligen Hartz IV-Empfängern. Dies gelte in besonderem Maße bei der Bewertung der Teamfähigkeit, der Zuverlässigkeit und der Motivation so Senius weiter. 75 Prozent würden auch in Zukunft wieder SGB II-Bezieher einstellen und in den Beruf einarbeiten.
 
Quelle und Foto: BA regional