Vom Broadway nach Halle – Komponist Jason Robert Brown dirigiert den „Schwan mit der Trompete“

Foto: Theater, Oper und Orchester GmbH Halle, copyright by Falk Wenzel v.l.n.r.: Hartmut Jonas (Bruder Schwan / ein Mann), Natascha Mamier (Sams Mutter / Mutter Schwan), Florian Stauch (Louies Gedanken), Emanuel Till ( Trompete), Jason Robert Brown (Musikalische Leitung), Axel Gärtner (Sam), Katharina Brankatschk (Serena / Schwester Schwan), Jörg Kunze (Sams Vater / Vater Schwan), Staatskapelle Halle
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v.l.n.r.: Hartmut Jonas (Bruder Schwan / ein Mann), Natascha Mamier (Sams Mutter / Mutter Schwan), Florian Stauch (Louies Gedanken), Emanuel Till ( Trompete), Jason Robert Brown (Musikalische Leitung), Axel Gärtner (Sam), Katharina Brankatschk (Serena / Schwester Schwan), Jörg Kunze (Sams Vater / Vater Schwan), Staatskapelle Halle

Seine Werke haben schon den Weg auf den Broadway in New York gefunden, jetzt hat der Komponist höchstpersönlich die Premiere seiner erzählten Sinfonie „Der Schwan mit der Trompete“ an der halleschen Oper dirigiert. Schon sein Musical „13“ wurde vom halleschen Publikum gefeiert. Entdeckt hat dieses besondere Werk Hansjörg Zäther, der in Halle auch Regie führt und den zugehörigen Text ins Deutsche übersetzt hat.

Zur deutschsprachigen Erstaufführung in Halle kamen Kinder  und Erwachsene, Eltern und Großeltern mit ihren Kindern und Enkelkindern und um es vorweg zu nehmen, die Premiere wurde am Ende vom Publikum mit Applaus, Hurrarufen und Standing Ovations honoriert. Ein  gut aufgelegtes Orchester (Staatskapelle Halle), unterstützt durch Schauspieler des Thalia Theaters erweckte das Musikstück zum Leben genau wie die Videoinstallationen zweier Burgstudenten nach Bühnenillustrationen von Prof. Sven Völker. Im Mittelpunkt aber steht Trompeterschwan Louie, der von Emanuel Till, Solotrompeter der Staatskapelle, verkörpert wird. Seine Gedanken spricht Florian Strauch aus.

Ein Märchen von  E.B. White inspirierte Jason Robert Brown zu dieser Sinfonie. Die Zuschauer erleben die Abenteuer des Trompeterschwans Louie, der ohne Stimme zur Welt kommt. Das ist natürlich von großem Nachteil. Zum Glück lernt er Sam (Axel Gärtner) kennen, der ihn mit in die Schule nimmt und auch die Schwanenfamilie sucht nach Ideen, dem jungen Schwan zu helfen. Schließlich entwendet Vater Schwan unter großen Gewissensbissen eine Trompete und eine abenteuerliche Reise beginnt,  Louie tingelt mit seiner Trompete  durch das Land, kommt in Philadelphia und Boston vorbei und findet seine große Liebe Serena. Schließlich verdient er mit seinem Trompetenspiel soviel, dass er  dem Ladenbesitzer nachträglich das Geld für sein geliebtes Instrument übergeben kann. Entsprechend der Reiseroute ist die Komposition schwungvoll und abwechslungsreich, es jazzt und swingt, dann wieder klassische Töne – eine Musik, die das Publikum mitnimmt.

Unter dem Dirigat von Jason Robert Brown führt  Axel Gärtner als Erzähler und als Sam souverän durch die Handlung. Eine ausgeklügelte Lichttechnik sorgt dafür, dass die Schauspieler zu ihrem jeweiligen Part in den Mittelpunkt gerückt werden. Florian Strauch, Natascha Mamier, Jörg Kunze, Hartmut Jonas und Katharina Brankatschk lassen die Geschichte lebendig werden. Auch Solotrompeter Emanuel Till werden schauspielerische  Gesten abverlangt. Angenehm zurückhaltend sind die Videoinstallationen, sie lassen der Musik den Vorrang. In weiteren Aufführungen wird der bewährte Kapellmeister der Staatskapelle Robbert van Steijn dirigieren. Dr. Anke Krüger entwickelte für die Inzenierung ein pädagogisches Begleitprogramm.

Gisela Tanner