Starthilfe: Opern- und Ballettfreunde Halle fördern Kinder- und Jugendchor und Ballettpraktikanten

Foto: G.Tanner v.l. Kinder- und Jugendchor, Axel Köhler, Harry Jost, Ralf Rossa, Alyosa Forlini , v.l. Kinder- und Jugendchor, Axel Köhler, Harry Jost, Ralf Rossa, Alyosa Forlini, Chizuru Ota
Foto: G.Tanner v.l. Kinder- und Jugendchor, Axel Köhler,  Harry Jost, Ralf Rossa, Alyosa Forlini , Chizur(Tänzer)
Foto: G.Tanner
v.l.  Kinder- und Jugendchor, Axel Köhler, Harry Jost, Ralf Rossa, Alyosa Forlini, Chizuru Ota

Harry Jost von der  Gesellschaft der Oper und des Balletts Halle e.V.  hat eine erfreuliche Nachricht für die Kulturszene in Halle,  der Verein hat Spendengelder im Wert von 22.000 Euro zusammengetragen. Diese Mittel wollen die Förderer zwei Ballett-Praktikanten und dem Kinder- und Jugendchor der Oper Halle zukommen lassen. Die hallesche Ballettcompagnie um Ralf Rossa sei ja so etwas wie die Uno von Halle, meint Jost, ein Ensemble mit Mitgliedern aus aller Welt.

Gefördert werden Chizuru Ota aus Osaka (Japan) und Alyosa Forlini (Norditalien). Dank der Unterstützung können die beiden Tänzer nun Bühnenerfahrung in einer internationalen Compagnie sammeln und gleichzeitig in ausgewählten Produktionen, z.B. dem Nussknacker und Schwanensee, mitwirken.  Alyosa Forlini, Ballettstudent an der  Staatlichen Ballettschule Berlin, schätzt in Deutschland  die umfassende Ausbildung der Tänzer, die sich nicht nur auf das Tanzen beschränkt. Er freue sich auf die Arbeit mit Ralf Rossa, genau wie Chizuru Ota.

Förderverein unterstützt Oper und Ballett HalleDer Kinder- und Jugendchor der Oper, der 2013 gegründet wurde, ist für die jungen Sänger viel mehr als eine Ausbildungsstätte für Gesang, man sammelt Bühnenerfahrung, verbringt die Freizeit miteinander und erledigt zusammen die Hausaufgaben. Die Chormitglieder zwischen sechs und achtzehn Jahren kommen aus allen sozialen Gruppen. Wenn sie auch später nicht immer auf einer  Bühne stehen werden, so sind sie doch die Theaterbesucher der Zukunft. Rebekka Scheufler z.B. hat schon beim Musical „13“  mitgewirkt und konnte auch ihre Schwester Rahel für den Chor gewinnen.  Demnächst werden sie bei der Oper Brundibár  mitwirken. Diese Oper mit tragischem Hintergrund – sie wurde im KZ Theresienstadt uraufgeführt – wird weitestgehend von Kindern gespielt.

Auch Rolf Stiska (Geschäftsführer der TOO)    freut sich über die Zuwendung. Die Gesamtsumme wird so aufgeteilt, dass 4.000 Euro den Ballett-Praktikanten zugutekommen und 18.000 Euro dem Kinder- und Jugendchor.  Opern-Intendant Axel Köhler sieht das Theater auch als Basis für die Vermittlung von Werten. Es könne viel bedeuten, wenn man ein „Zahnrad im Getriebe“ sei. Köhler möchte die Arbeit mit Kindern stabil halten, auch jenseits der „normalen“ Kunst. Ballett-Direktor Ralf Rossa hat schon in der vergangenen Spielzeit positive Erfahrungen mit Praktikanten gesammelt. Nach einem Praktikum hätten die Tänzer viel mehr Chancen vermittelt zu werden.

In Zeiten knapper Kulturkassen ist das Engagement des Vereins der Freunde der Oper und des Balletts um so mehr zu würdigen!

Gisela Tanner (Text und Fotos)

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