Unterkunft Freiheit – Kunstmuseum Moritzburg widmet sich 50jährigem Halle-Neustadt-Jubiläum

Skulpturale Werke von Andrea Pichl
Skulpturale Werke von Andrea Pichl
Skulpturale Werke von Andrea Pichl

Das Kunstmuseum Moritzburg nähert sich dem 50jährigen Halle-Neustadt-Jubiläum in besonderer Form und konnte dazu Andrea Pichl gewinnen, die sich in ihren künstlerischen Arbeiten u.a. mit Fragen des urbanen Lebens und des sozialen Wohnungsbaus  beschäftigt. Nun ist ihre Ausstellung in einem Raum im Westflügel des Museums zu sehen. Gezeigt werden in diesem Zusammenhang auch Arbeiten aus den Beständen des Museums, so von Gerhard Lichtenfeld, Sibylle Bergemann und Uwe Pfeiffer. Auch neue skulpturale Arbeiten wurden von der Künstlerin für die Ausstellung geschaffen.

MoritzburgMuseumsdirektor Thomas Bauer-Friedrich freute sich über die Zusage der Künstlerin (Foto), diese Ausstellung zu erarbeiten. Dafür hat sie die Neustadt „erlaufen“ und sich mit ihr künstlerisch auseinandergesetzt. Der Titel „Unterkunft Freiheit“ ist auch ein Bezug auf die Tageszeitung „Freiheit“, die einst in Halle herausgegeben wurde.  Zu sehen ist ein Raum mit drei Skulpturen und der Vermessung verschiedener Grundrisse. Fotos von Sibylle Bergemann erinnern an die verschiedenen Wohnungstypen. Aus dem Bestand der Moritzburg sind u.a. ein Fresko, Mosaike, Münzen – auch von der „Burg“ – und die Nachbildung eines Brunnens zu sehen, erklärt Wolfgang Büche, Kustos Gemälde und Grafik des Museums. Ein Aspekt der Arbeiten der Künstlerin Andrea Pichl war die Vereinzelung des Menschen in der modernen Stadt.

Büche wies auch darauf hin, dass sich einst die Künstler mehr mit dem Verfall der halleschen Innenstadt als mit Halle-Neustadt beschäftigten.

Die Ausstellung ist noch bis Januar 2015 zu sehen. Im November erscheint ein Katalog – passend zum Thema als Zeitung.

Text und Fotos: Gisela Tanner www.tannertext.de

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