Uniklinik – Einweihung neuer Patientengebäude und Geburtstagsfeier mit Kaffee und Kuchen

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Am 18. Oktober 2014  weiht das Universitätsklinikum Halle (Saale)um 10 Uhr mit Staatssekretär Marco Tullner zwei neue Gebäude für die Patientenversorgung ein und  das UKH kann auf 40 Jahre Krankenversorgung am heutigen Hauptstandort Ernst-Grube-Straße (ehemals Versorgungskrankenhaus für Halle-Neustadt, „Klinikum Kröllwitz“) zurück blicken. deshalb ist die Bevölkerung  herzlich eingeladen, sich am Samstag, 18. Oktober 2014, zwischen 12 und 15 Uhr die beiden neuen Gebäude anzuschauen. Mitarbeiter/innen stehen für Gespräche und Informationen zur Verfügung. Außerdem lädt das Universitätsklinikum zur „Geburtstagsfeier“ mit Kaffee und Kuchen ein: 40 Meter Kuchen (süß und herzhaft) warten auf die Gäste. Eine kleine beschreibt Dokumentation die Entstehung des Krankenhauses, Zeitzeugen/innen berichten außerdem. Nach der baulichen Übergabe des Krankenhauses im September 1974 waren im Oktober die ersten Patientinnen und Patienten behandelt worden (Spatenstich war im Oktober 1971).

Mit den beiden neuen Gebäuden 15 und 16 ist es dem Universitätsklinikum Halle (Saale) nun möglich, nahezu die komplette somatische Medizin und deren klinische Forschung an einem Standort zu versammeln. Das Land Sachsen-Anhalt hat die Realisierung der beiden Gebäude 15 und 16 aus dem EP 20 mit 12 Millionen Euro finanziert. Auch die Europäische Union beteiligte sich maßgeblich an der Finanzierung: die EU steuerte insgesamt 37 Millionen Euro für den ersten Abschnitt zum Abschluss der baulichen Sanierung des Hauptstandortes Ernst-Grube-Straße dazu. Mit dem Geld des Landes Sachsen-Anhalt und der EU wurden die Gebäude 15 und 16 gebaut – beide kosteten jeweils etwa 12 Millionen Euro – bzw. wird der nördliche Teil des Komplement und die übergeordnete Technik und Infrastruktur bis 2015 saniert.

Auf etwa 4800 Quadratmetern Nutzfläche finden – nach 2,5 Jahren Bauzeit – nun im Gebäude 15 zwei Allgemein-Pflegestationen des Departments für Innere Medizin bzw. der Klinik für Strahlentherapie mit jeweils 34 Betten ihren Platz. Außerdem nutzen das Zentrallabor, die Nuklearmedizin, das Krukenberg Krebszentrum und das Rechenzentrum des UKH diese beiden neuen Gebäude. „Mit der Inbetriebnahme entfallen beispielsweise mehrere tausend Patiententransporte innerhalb der Stadt Halle, da die Krebs-Patienten aus der Ernst-Grube-Straße nicht mehr zur Bestrahlung zum innerstädtischen Standort der Strahlentherapie gefahren werden müssen“, erklärt der Ärztliche Direktor des Universitätsklinikums Halle (Saale). Das sorgt nicht nur für bessere Patientenversorgung und Forschungsbedingungen, sondern senkt auch die Betriebskosten: „Wir sind dem Land und der EU außerordentlich dankbar, dass wir die Versorgung der Patientinnen und Patienten sowie die Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiter/innen deutlich verbessern können.“ Die Universitätsklinik und Poliklinik für Strahlentherapie zieht dazu komplett an die Ernst-Grube-Straße. Der Standort Prof.-Friedrich-Hoffmann-Straße/Dryanderstraße wird aufgegeben.

Was vor 40 Jahren als Versorgungskrankenhaus für den gerade entstandenen Stadtteil Halle-Neustadt begann, wurde schnell zum Universitätsklinikum (1979), ohne jedoch baulich mit dieser neuen Funktion Schritt zu halten. Die großen Pläne der DDR – die komplette Konzentration der Hochschulmedizin an einem Standort, inklusive Bauten für alle Institute und studentische Ausbildung – wurden nie realisiert. Schon bald nach der politischen Wende 1989 war klar: der Standort muss auch baulich zukunftsfähig gemacht werden, um als Universitätsmedizin bestehen zu können. Dabei wurden zahlreiche, auch unterschiedliche Konzepte – Super-Neubau, Privatisierung etc. – diskutiert.

Um die Jahrtausendwende wurde ein erster Schritt hin zu einem komplexen, baulich ausgereiften Universitätsklinikum gegangen: Unter großen finanziellen Anstrengungen des Landes Sachsen-Anhalt wurden 2003 sechs neue Gebäudeteile eröffnet, welche den größten Teil der noch in der Magdeburger Straße befindlichen Krankenversorgung übernahmen. Das Landeszentrum für Zell- und Gentherapie sowie ein Gebäude für administrative Zwecke (z.B. Zentrallager) kamen in den Folgejahren hinzu. „Uns allen ist bewusst, dass wir das Bettenhaus II in den kommenden Jahren ersetzen müssen“, gibt PD Dr. Klöss einen Ausblick auf die kommenden Jahre: „Darüber befinden wir uns in konstruktiven Gesprächen mit dem Land-Sachsen-Anhalt.“

Quelle: Universitätsklinikum