Über 51.000 Zuschauer – Händel-Festspiele 2015 mit Besucherrekord

Anschlusskonzert Händelfestspiele - Foto T.Mergen
Anschlusskonzert Händelfestspiele - Foto T.Mergen
Anschlusskonzert Händelfestspiele – Foto T.Mergen

Nun soll man Kultur ja bekanntlich nicht nur an Zahlen messen, aber das ist schon bemerkenswert. Am Sonntag endeten die Händel-Festspiele Halle mit einem Besucherrekord. Vom 30. Mai bis 14. Juni, so informiert der Veranstalter,  besuchten mehr als 51 000 Zuschauer die insgesamt rund 100 Veranstaltungen in Halle, der Geburtsstadt Georg Friedrich Händels. Immerhin ein  Besucherzuwachs im Vergleich zu den vergangenen Jahren von rund 15 %. Teilweise  schon weit vor Beginn der Festspiele waren von den 49 Verkaufsveranstaltungen über die Hälfte ausverkauft. Die Händel-Festspiele 2015 sind so die bestverkauften Festspiele seit 10 Jahren.

Clemens Birnbaum, Direktor der Stiftung Händel-Haus und Intendant der Händel-Festspiele, fmeint dazu: „Künstlerisch erlebten wir in der Händel-Stadt Halle durchgängig sehr gute und sensationelle Veranstaltungen mit internationalen Spitzenstars auf Weltklasseniveau. Auch das Publikum strömte aus aller Welt nach Halle: Aus fast allen Kontinenten reisten Musik-Enthusiasten zu den Händel-Festspielen nach Halle. So konnten wir u. a. Besucher aus vielen verschiedenen europäischen Ländern, Australien, den USA, Israel und Südafrika begrüßen.“

Es gibt mehrere Gründe für den Erfolg, natürlich an erster Stelle die herausragenden künstlerischen Ergebnissen, aber auch  die finanzielle Unterstützung vieler engagierter Partner war hilfreich. Dazu gehören neben der Stadt Halle, dem Land Sachsen-Anhalt und dem Bund sind u.a. die Ostdeutsche Sparkassenstiftung, die Saalesparkasse und Lotto Sachsen-Anhalt. Auch den Medien, z.B.  der Mitteldeutsche Zeitung mit einer interessanten Festspiel-Beilage und MDR Fernsehen mit mehreren Berichten über die Festspiele, dankt der Intendant der Händel-Festspiele, Clemens Birnbaum.

Zu den künstlerischen Höhepunkten gehörte u.a. die szenischen Opernaufführungen Alessandro und Semiramide im historischen Goethe-Theater Bad Lauchstädt sowie die Neuproduktion der Oper Halle Lucio Cornelio Silla. Auch viele Konzerte wurden vom Publikum bejubelt, so u.a. Philippe Jaroussky, Nathalie Stutzmann und das Ensemble Orfeo 55 sowie die Semele unter Leitung von Ivor Bolton und unter Beteiligung international renommierter Solisten. Am letzten Wochenende der Händel-Festspiele gab es  gleich drei Open-Airs: Das ausverkaufte Konzert auf dem Salzgrafenplatz, das Classic-Rock-Konzert „Bridges to Classics“ und das Abschlusskonzert  in der Galgenbergschlucht, wie gewohnt mit einem beeindruckenden Feuerwerk.

Ausblicke:

Vom 20. bis 22. November laden die Händel-Festspiele zu „Händel im Herbst“ ein. Eröffnet werden die kleinen Händel-Festspiele mit einem Festkonzert mit Julia Lezhneva, die 2014 mit einen fulminanten Konzert ihr Debüt in Halle gab. An den beiden darauffolgenden Tagen darf sich das Publikum auf das Oratorium „Israel in Egypt“, die Wiederaufnahme der Oper „Lucio Cornelio Silla“ und virtuose Kammermusik im Händel-Haus und an anderen Orten in Halle freuen. Der Vorverkauf für „Händel im Herbst“ startet im September. Im Rahmen von „Händel im Herbst“ wird das Programm der Händel-Festspiele 2016 vorgestellt, die vom 27. Mai bis zum 12. Juni unter dem Motto „Geschichte – Mythos – Aufklärung“ stattfinden.

Quelle: Stiftung Händel-Haus