Stadt Halle informiert: Pegel unter acht Meter aber Gefahr noch nicht gebannt

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Der Pegel Trotha ist unter die Acht-Meter-Marke gesunken. Damit hat der Pegel in den letzten fünf Stunden rund zehn Zentimeter an Höhe verloren. Von einer Entwarnung kann jedoch keine Rede sein. „Die Lage bleibt weiter angespannt. Wir können den Katastrophenalarm nicht aufheben. Dazu sind die Dämme zu durchweicht und die Pegeltendenz noch zu unsicher. Wir müssen immer wieder mit Leckstellen und Sickerwasser rechnen“, erläutert Oberbürgermeister Dr. Bernd Wiegand.

Als fragilste Punkte gelten nach wie vor der Gimritzer Damm in Höhe des Finanzamtes und der Passendorfer Damm. Derzeit wird ein größerer Durchflussbereich in Höhe des Finanzamtes mit massivem Pumpeneinsatz stabilisiert. Ein zweiter Dammaufbau ist nicht vorgesehen. Am Passendorfer Damm gehen die intensiven Deichkontrollen weiter. Sickerstellen werden „verbaut“.

Insgesamt sind an zehn Einsatzstellen bis zu 400 Kräfte in die Deichsicherung eingebunden. Die Lage gilt dort gegenwärtig als stabil.
In Spitzenzeiten waren bis zu 1500 Bürgerinnen und Bürger als freiwillige Helfer vor allem beim Schutz der Neustadt und der Klaustorvorstadt engagiert.

Rund 35 000 Sandsäcke sind gefüllt. Gut 100 000 liegen auf Vorrat. In der Äußeren Hordorfer Straße (Stadtwirtschaft) wird auch über Nacht weiter gefüllt. Am Hubertusplatz und auf dem Marktplatz werden die vorhandenen Vorräte noch verbraucht.
Die Stadtwerke haben vorsorglich mit der Chlorierung des Trinkwassers begonnen. So können bei möglichen Trinkwasserleitungs-Havarien Keiminfizierungen verhindert werden.

Neben vielen Hilfsangeboten hat auch Halles Partnerstadt Karlsruhe Hilfe angeboten, auf die Halle gerne dankend zurückgreifen wird.

Quelle: Stadt Halle

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