Staatskapelle Halle nimmt Stellung zu Äußerungen des Kultusministers im Landtag

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Der Streit um die Mittel für die Kultur im Land findet kein Ende. Heute hat  der Orchestervorstandes der Staatskapelle Halle zu Äußerungen von Herrn Kultusminister Dorgerloh gestern im Landtag Stellung genommen.

Wortlaut der Meldung:

„Kultusminister diffamiert Staatskapelle Halle

Der Kultusminister hat am 14. November 2013 in seiner Rede vor dem Landtag u. a. erklärt, dass jeder Musiker der Staatskapelle Halle 80.200 Euro im Jahr koste.
Diese Angabe ist falsch.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2012/2013 sind bei der Staatskapelle
136 Musiker angestellt gewesen. Die durchschnittlichen Personalaufwendungen je Musiker betrugen 66.369,00 Euro.
Die vergleichsweise hohe Zahl von Musikern in der Staatskapelle Halle ist das Ergebnis einer Fusion des ehemaligen Orchesters der Oper Halle und des Philharmonischen Staatsorchesters Halle. Mit der Fusion, die maßgeblich vom Kultusministerium mitgetragen worden ist, war eine Zielgröße der Staatskapelle von 152 Musikern verbunden. Diese Zahl ist inzwischen deutlich verringert worden. Zudem verzichten die Musiker seit der Fusion im Jahre 2006 durch die Haustarifverträge auf erhebliche tarifrechtliche Ansprüche. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt liegen die Vergütungen der Musiker der Staatskapelle Halle etwa 20 % unter den gültigen Tarifverträgen.
Der Dank des Kultusministers für den beträchtlichen Vergütungsverzicht besteht in einer Diffamierung der Staatskapelle Halle und ihrer Musiker.

Mit seinen gezielten Falschangaben und seinen Angriffen auf die Staatskapelle offenbart sich Herr Dorgerloh ein weiteres Mal als oberster Kulturvernichter im Land Sachsen-Anhalt.“

Quelle: Orchestervorstand der Staatskapelle Halle