Spitzenphysiker Stuart Parkin kann mit Millionenförderung aus den USA nach Halle wechseln

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Der von der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) gemeinsam mit dem Max-Planck-Institut (MPI) für Mikrostrukturphysik Halle nominierte Physiker Professor Stuart Parkin ist von der Humboldt-Stiftung für die Alexander-von-Humboldt-Professur ausgewählt worden. So geht Deutschlands höchst dotierter internationaler Forschungspreis erstmals nach Halle. Mit der Professur ist eine Förderung von fünf Millionen Euro für fünf Jahre verbunden. Parkin forscht zurzeit am IBM Almaden Research Center in San José, USA, im Bereich der
Speichertechnologien.

Hintergrund:

Der Preis wird von der Alexander von Humboldt-Stiftung vergeben und vom Bundesministerium für Bildung und Forschung finanziert. Mit der Alexander von Humboldt-Professur zeichnet die Stiftung weltweit führende und im Ausland tätige Forscher aller Disziplinen aus. Sie
sollen zukunftsweisende Forschung an den deutschen Hochschulen durchführen. Stuart Parkin tritt nun in die Berufungsverhandlungen mit der Universität Halle und dem MPI für Mikrostrukturphysik.

„Die Einrichtung einer Humboldt-Professur ist für die Universität und ihren Partner, das Max-Planck-Institut, eine herausragende Auszeichnung“, so Rektor Prof. Dr. Udo Sträter. „Dieser Forschungspreis unterstreicht das hohe Ansehen des Standorts Halle, insbesondere seines erfolgreichen Forschungsschwerpunkts ‚Nanostrukturierte Materialien‘. Dass wir mit Stuart Parkin einen der führenden Forscher auf dem Gebiet der Speichertechnologien für uns gewinnen können, zeigt dass Halle im Bereich der Materialwissenschaften in der Weltklasse spielt.“

„Ich gratuliere der Universität Halle und dem Max-Planck-Institut zu diesem großen Erfolg und freue mich sehr, dass mit Professor Stuart Parkin nun ein so renommierter Physiker aus den USA nach Halle kommen kann. Die Einrichtung der Humboldt-Professur ist ein weiterer
Beleg und eine Auszeichnung für die Forschungsstärke der Physik in Halle. Sie wird sich positiv auf den gesamten Wissenschaftsstandort auswirken“, so Wissenschafts- und Wirtschaftsminister Hartmut Möllring.

Zur Person:
Stuart Parkin (Jg. 1955) gilt als herausragender und innovativer Festkörperphysiker, der materialwissenschaftliche Grundlagenforschung in
technologische Anwendungen umsetzt. So haben seine Arbeiten die magnetische Datenspeicherung weltweit unter Nutzung des so genannten GMR-Effekts für Leseköpfe an Festplatten revolutioniert. Zurzeit erforscht Parkin die Möglichkeit einer noch höheren Speicherdichte mit Hilfe
eines dreidimensionalen Speichermediums. Stuart Parkin soll Professor am Institut für Physik der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg sowie Direktor am MPI für Mikrostrukturphysik werden und damit die Etablierung eines international herausragenden Wissenschaftsstandorts im Bereich der angewandten Spintronik und Materialwissenschaften in Halle unterstützen.

Quelle: MLU