Sonderausstellung „Halles verlorenes Rathaus“ noch bis zum Salzfest zu erleben

Die seit dem 05. Mai in den Räumlichkeiten des Technischen Halloren- und Salinemuseums laufende Sonderschau „Halles verlorenes Rathaus“ ist noch bis zum Halleschen Hanse- und Salzfest am 22./ 23. September zu erleben. Die Ausstellung des Kuratoriums Altes Rathaus Halle (Saale) e.V. beleuchtet die Geschichte und Bedeutung des Rathauses zu Halle, jenem Bauwerk, welches über Jahrhunderte hinweg die Ostseite des halleschen Marktplatzes prägte.

Bei einem Bombenangriff am 31. März 1945 teilweise schwer beschädigt, wurde das Gebäude, anders als beispielsweise das Rathaus in Leipzig, nicht wieder aufgebaut, sondern 1950 endgültig abgerissen. Die Sonderschau präsentiert Bilddokumente, Erinnerungsstücke und Originalbauteile. Im Mittelpunkt steht die Präsentation des Barockflügelportals – 62 Jahre nach dessen Zerstörung ist das Barockportal erstmals in der Öffentlichkeit zu sehen. Beim Abbruch 1950 sichergestellt und vom Kuratorium Altes Rathaus 2002 aus dem Graben der Moritzburg geborgen, ist es in der Schau ausgestellt. Des Weiteren werden verschiedene Fundstücke einer archäologischen Grabungen gezeigt: Darunter ein Türgewändestein einer Gefängniszelle, in den ein Inhaftierter einen Bibelspruch eingeritzt hat. Passend dazu wird ein Original-Halseisen aus Beständen des Stadtmuseums gezeigt, an dem Delinquenten „angeprangert“ wurden und das sich an der Nordwestecke des Rathausturmes befand. Eine Fotoschau sowie Schautafeln dokumentieren die Zerstörungsgeschichte sowie die Diskussion um einen möglichen Wiederaufbau.

Sonderschau „Halles verlorenes Rathaus“

noch bis zum 23. September geöffnet

Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 10-17 Uhr

Quelle: salinemuseum.de