Siebte gemeinsame Museumsnacht am 25. April in Halle und Leipzig

Das Landesmuseum für Vorgeschichte Halle ist federführend ©sr-tm
Landesmuseum für Vorgeschichte Halle ©sr-tm
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„Kopfkino“ in Halle (Saale) und Leipzig, so lautet das Motto der siebten gemeinsame Museumsnacht am 25. April 2015 in Halle und Leipzig. Beteiligt sind in diesem Jahr 86 Museen und Sammlungen, ab 18 Uhr werden 321 Veranstaltungen angeboten. Musik-, Kunst-, Natur- und Geschichtsliebhabern in Leipzig und Halle haben wieder die Möglichkeit, an Führungen, Lesungen, Konzerten und zahlreichen Mitmach-Aktionen teilzunehmen, informiert der Leipziger Kulturbürgermeister Michael Faber und die  Beigeordnete für Kultur und Sport der Stadt Halle Dr. Judith Marquardt meint: „Wir freuen uns auf Tausende interessierte Besucherinnen und Besucher, die sich in den großartigen Kultureinrichtungen unserer beiden Städte durch das ,Kopfkino’ inspirieren lassen. Die Einrichtungen haben sich erneut ein tolles Angebot für Nachtschwärmer einfallen lassen.“

Wieder werden an diesem Abend auch die Türen zu Räumlichkeiten geöffnet, die der Öffentlichkeit selten zugänglich sind. So wird in den Franckeschen Stiftungen zu Halle, die sich um die Aufnahme in das UNESCO-Weltkulturerbe bewerben, die einzig authentisch erhaltene barocke Kuriositätenkammer Europas geöffnet. Im Löwengebäude der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg können Schatzkammer, der Historische Sessionssaal und der Historische Hörsaal besichtigt werden. Im Technischen Halloren- und Salinemuseum lädt die Salzwirker-Brüderschaft im Thale zu Halle zum Schausieden ein. Die älteste Bruderschaft im deutschsprachigen Raum mit ihren Festen und Gebräuchen wurde im Dezember 2014 in das deutsche Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes aufgenommen.

Weitere vielversprechende Programmpunkte sind die zahlreichen Führungen zur Nacht, bei denen die Besucher mit Taschenlampen, Fackeln und Lampions den Botanischen Garten der Universität Leipzig, den Alten Johannisfriedhof der Museen im GRASSI oder die Oberburg Giebichenstein in Halle entdecken können.

Zu einem Abend der besonderen Art wird die Museumsnacht auch mit vielfältigen Sonderausstellungen, wie die Ausstellung zu „Paul Klee – Sonderklasse unverkäuflich“ im Museum der Bildenden Künste in Leipzig sowie die Ausstellung „Du und ich. Bildnisse und Selbstporträts der Brücke-Maler“ in der Stiftung Moritzburg Halle. Ein Hingucker zur Museumsnacht ist sicherlich auch die Live-Übertragung der Entwürfe der Preisträger eines vorab ausgeschriebenen Graffiti-Wettbewerbs der Kunstsammlung der VNG. Einen der vielen musikalischen Höhepunkte bietet das GRASSI-Museum für Musikinstrumente mit der Veranstaltung „Thank you for the Music“, bei der die Besucher in die Welt der Filmmusik entführt werden. Ebenso musikalisch werden die Programmpunkte im Händel-Haus in Halle, im Bachmuseum in Leipzig sowie im Völkerschlachtdenkmal, wenn sich die Kuppelhalle in einen besonderen Konzertsaal verwandelt.

Mit einem bunten Kinder-, Jugend- und Familienprogramm locken über 70 Veranstaltungen:

Kaleidoskope und Rundmühlenspiele aus Leder sowie Mandalas können gebastelt und Selbstporträts gemalt werden. Ausprobieren und Mitmachen ist ausdrücklich erwünscht, wenn fleißig getöpfert oder musiziert wird, Edelsteine ausgesiebt oder Mythen und Abenteuergeschichten gehört werden. Und besonders gut schmeckt das Stockbrot am Lagerfeuer.

Einige Einrichtungen sind in diesem Jahr neu oder wieder dabei: Das Deutsche Fotomuseum in Markkleeberg, die Richard-Wagner-Ausstellung in Leipzig, das Literaturmuseum e. V. Leipzig sowie die Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt erlauben einen ersten Blick hinter die Kulissen, während die Elektrotechnische Sammlung am Umspannwerk Markkleeberg, das Stadtmuseum Schkeuditz, das Stadtarchiv Halle sowie der Bundesbeauftragte für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR  in der Außenstelle Halle nach einer Pause wieder als Teilnehmer der Museumsnacht begrüßt werden können.

Der Ticket-Preis bleibt wie bisher: Die Karten sind für acht Euro, ermäßigt für sechs Euro bzw. vier Euro erhältlich. Für Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre ist der Eintritt frei. Der Vorverkauf startet am 31. März in den bekannten Vorverkaufsstellen. An der Abendkasse sind in allen teilnehmenden Einrichtungen Tickets erhältlich. Mit einer Karte hat der Besucher Zutritt zu allen teilnehmenden Einrichtungen und zu allen 321 Veranstaltungen. Zugleich gilt sie als Fahrausweis für die öffentlichen Nahverkehrsmittel, die Shuttlebusse in beiden Städten und für den S-Bahnverkehr zwischen ihnen.

Programmhefte gibt es unter anderem in allen teilnehmenden Museen, im Neuen und Technischen Rathaus in Leipzig, in den Bürgerämtern, dem Ratshof und dem technischen Rathaus in Halle (Saale) sowie in den Tourist-Informationen und allen Vorverkaufsstellen beider Städte.

Mehr Informationen:  www.museumsnacht-halle-leipzig.de

Quelle: Stadt Halle