Schwemme e.V. zum Brand in der ehemaligen Schwemme-Brauerei

akiDer Brand in der ehemaligen Schwemme-Brauerei unweit der „Spitze“ bewegte und bewegt die Gemüter. Ein wichtiges Baudenkmal der Stadt wurde stark beschädigt. Nun geht es darum, ob die Bausubstanz noch teilweise zu erhalten ist oder ob ein Abriss erfolgen muss.  Der Arbeitskreis Innenstadt (AKI) hat eine Erklärung des Schwemme e.V., der sich schon mehrere Jahre dem Baudenkmal gewidmet hat, an uns übermittelt:

Erklärung des Schwemme e.V. zum Brand in der ehemaligen Schwemme-Brauerei

Der Brand der ehemaligen Schwemme-Brauerei am 25. September war für den Schwemme e.V. ein sehr trauriges Ereignis. Die Mitglieder und die beteiligten Vereine Haushalten e.V. und Arbeitskreis Innenstadt e.V. haben in den letzten vier Jahren viel Energie investiert, um eine Neubelebung des bedeutenden Baudenkmals in Gang zu setzen. Konzepte dazu liegen vor, die Stadt Halle als Teileigentümerin hatte Interesse an einer Realisierung dieser Vorhaben, die Diskussion um die konkrete Umsetzung zog sich aber in die Länge. Eine Präsentation vor dem Gebäude zum Tag des offenen Denkmals am 13. September fand große Resonanz und zeigte das Interesse der Hallenser an einer Bewahrung und angemessenen Nutzung dieses Zeugnisses hallescher Stadtgeschichte.

Nach dem Brand müssen viele Fragen beantwortet werden. Der Verein geht nach derzeitigem Kenntnisstand davon aus, dass trotz erheblicher Schäden wesentliche Teile des Baudenkmals noch gerettet werden können. Er ist nach wie vor zur Mitwirkung daran bereit. Wenn aktuell davon gesprochen wird, dass es Kaufinteressenten gibt, müssen deren Ziele genau geprüft werden. Eine echte Sanierungsabsicht durch einen Investor würde auch der Schwemme e.V. als eine gute Möglichkeit zur Rettung des Denkmals begrüßen. Eine Verwertung des Grundstücks durch einen Käufer nach Abriss des geschädigten Gebäudes kann jedoch nicht im Interesse der Stadt liegen und sollte ausgeschlossen werden. Der Schwemme e.V. sieht in dem Brauereigebäude einen geeigneten Standort, Raum für die Kreativwirtschaft zu schaffen und damit zu einer Belebung des Viertels beizutragen.