Sabine Ebert stellt auf der Leipziger Buchmesse ihr neues Buch „1815 Blutfrieden“ vor

paasch ebert leipzigUnser Autor H.J. Paasch gehörte zu den vielen Lesebegeisterten, die sich auf der Leipziger Buchmesse umsahen. Hier sein Bericht von der Lesung mit Sabine Ebert:

Obwohl ich sofort nach Öffnung der Messehalle zum LVZ-Forum gehe, komme ich zu spät. Es ist bereits alles voll. Ich muss also an der Seite stehen, bekomme aber alles gut mit, kann nur nicht sitzen.

Das Interesse scheint groß zu sein. Vielen ist Sabine Ebert durch ihre Hebammenromane bekannt, jedoch beschäftigt sie sich, seitdem sie 2012 nach Leipzig gezogen ist, mit den Geschehnissen rund um die Leipziger Völkerschlacht und den Befreiungskriegen. Die Autorin hat es sich nicht leicht gemacht. Viel Zeit hat sie mit fundierten Recherchen in Archiven Leipzigs und anderen beteiligten Orten verbracht. Hilfe fand sie auch bei Geschichtsvereinen und vielen Privatpersonen. Ein Nachfahre deutscher Auswanderer nach Australien schickte ihr das Tagebuch seines Vorfahren.

Nachdem bereits vor zwei Jahren der Roman „1813 Kriegsfeuer“ erschienen ist, beschäftigt sich der neue Roman mit den Geschehnissen direkt nach der Leipziger Völkerschlacht bis zur Schlacht bei Waterloo 1815. Personen deren Geschichte bereits im ersten Band erzählt wurde, tauchen auch in diesem Buch wieder auf. Die Handlung wird weiter über die erfundene junge Henriette Gerlach aus Freiberg geführt. Viele handelnde Personen haben aber wirklich gelebt, viele Geschehnisse im Buch haben sich wirklich abgespielt. Auch weniger bekannte Namen von Offizieren, Verlegern, Druckern oder Polizisten gehören dazu. In der Personenliste am Ende des Buches sind alle historischen Personen mit einem Stern gekennzeichnet. Und das sind fast alle.

Einige Begebenheiten rund um Leipzig, Weißenfels, Naumburg, Eisenach und Erfurt sollten dem geschichtsinteressierten Leser bereits bekannt sein. Andere sicher nicht. Sabine Ebert erzählt die Begebenheiten rund um den Rheinübergang bei Kaub, Silvester 1814. Blücher lässt seine Gegner denken, dass er den Winter in Frankfurt und Mannheim abwarten will. Einladungen für Bälle bis ins Frühjahr hinein werden verschickt. Doch setzt er Silvester 1814 mit Hilfe einer von russischen Pionieren schnell erbauten Pontonbrücke über den Rhein. Die Schlesische Armee beginnt die Invasion Frankreichs.

Die Geschichte wird durch viele wahre historische Begebenheiten und echte Feldpostbriefe ergänzt. Im Gespräch geht es auch um nachfolgende Projekte. Frau Ebert möchte sich dazu jedoch noch nicht äußern. Nach der jetzt stattfindenden Lesereise wird sie Informationen dazu auf ihrer Internetseite veröffentlichen.

Das Buch erschien im Knaur Verlag und kann über den von Ihnen bevorzugten Weg bezogen werden.

Ich hatte bereits einen Blog zur Vorstellung des Romans „1813 Kriegsfeuer“ geschrieben. Der ist hier zu finden:

http://www.saalereporter.de/leipzig-liest-sabine-ebert-kriegsfeuer-in-der-
nikolaikirche/

Hans-Jürgen Paasch (Text und Foto)

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