Saalebulls: Derbysieg daheim, auswärts wieder keine Punkte!

Auch am vierten Meisterrunden-Wochenende konnten die Saale Bulls den „Auswärtsfluch“ nicht besiegen. Nach einem hart umkämpften Derbysieg (Entscheidung erst im Penaltyschießen) musste man dann auswärts in Tilburg diesem Kampf Tribut zollen. Mit erneut stark dezimiertem Kader war in den Niederlanden leider nichts zu holen.

Wochenendrückblick:
Am Freitag empfingen die Saale Bulls zu Hause die Gäste aus der Nachbarstadt zum mitteldeutschen Derby. Und sowohl die Gastgeber als auch die Icefighters Leipzig wussten, dass man dieses Spiel mal wieder nur über den Kampf wird entscheiden können, denn beide Teams konnten nicht auf die volle Mannschaftsstärke zurückgreifen.
Halle fand sehr gut ins Spiel und konnte auch zwei Drittel lang das Spiel bestimmen. Doch im letzten Abschnitt kam Leipzig (beim Stand von 3:1) beeindruckend zurück, errang den Ausgleich und konnte somit die Overtime erzwingen. Diese brachte kein weiteres Tor, so dass am Ende das Penaltyschießen die Entscheidung bringen musste.
Hier zeigten die Torhüter einmal mehr ihre Qualitäten und es dauerte bis zum 13. Schützen, bis endlich ein Penalty verwandelt werden konnte – Jörg Wartenberg konnte für die Saale Bulls einnetzen. Da Leipzig anschließend erneut verschoss, konnten sich die Bulls den Zusatzpunkt und damit den Derbysieg (4:3 n.P.) sichern.
Am Sonntag hieß es für die Jungs von Trainer Georgi Kimstatsch dann sehr zeitig aufstehen, denn bereits 15.00 Uhr war Anbully in den Niederlanden – bei den Tilburg Trappers. Und wie schon am Freitag konnten nicht alle Spieler ins Geschehen eingreifen. Zu den bekannten Ausfällen gesellte sich erneut Eric Wunderlich, dessen Knieprobleme am Sonntag keine Spielteilnahme zuließen.
Trotz allem starteten die Bulls sehr motiviert ins Duell und konnten sogar mit 1:0 in Führung gehen. Doch das Spiel wurde immer härter und enger und am Ende entschieden zu viele Strafzeiten über Sieg oder Niederlage. Tilburg verstand es, fast jede Überzahlsituation für ein eigenes Tor zu nutzen (6 mal).
So stand am Ende ein unbefriedigendes 7:2 auf der Anzeigetafel und die Saale Bulls müssen weiter auf ihren ersten Auswärtssieg in der Meisterrunde warten.
Bereits am Freitag haben die Saale Bulls wieder die Chance, endlich auch auswärts zu punkten. Dann geht es für sie nach Mellendorf in Niedersachsen, wo die Mannschaft der Wedemark Scorpions auf sie wartet.
Zu Hause konnte man dieses Team zuletzt mit 6:0 schlagen, aber seitdem hat Wedemark noch einmal aufgerüstet und sich mit neuen Spielern verstärkt. Es wird also sicher kein Spaziergang, aber damit rechnet wohl auch niemand in der Meisterrunde.