Rund 252 Mio Euro für Ausbau des Eisenbahnknotens Halle

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Wie die Deutsche Bahn informiert, haben das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) und die DB Netz AG die Finanzierungsvereinbarung für die zweite Ausbaustufe im Knoten Halle / Leipzig unterzeichnet. Die Vertragspartner investieren insgesamt rund 252 Millionen Euro  in den nächsten Jahren in die Erneuerung der Eisenbahninfrastruktur zur Anbindung der neuen Zugbildungsanlage sowie zur nördlichen Einbindung der Ausbaustrecke Berlin–Halle/Leipzig (VDE Nr. 8.3) in den Knoten Halle.

„Mit dem Umbau des Eisenbahnknotens Halle im Zusammenhang mit der Inbetriebnahme des Projekts Deutsche Einheit Nr. 8.2. wird es deutlich schnellere ICE Verbindungen zwischen Berlin und Erfurt geben. Das ist ein Beitrag zum Zusammenwachsen der alten und neuen Länder. Allein in den Ausbau des Knotens Halle investiert der Bund rund 223 Millionen Euro“ äußert sich Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer dazu.

Oliver Kraft, Vorstandsvorsitzender der DB Netz AG meint: „Im Raum Halle entsteht durch den Ausbau des Knotens eine völlig neue und deutlich leistungsfähigere Schieneninfrastruktur, die die gesamte Region für den Zugverkehr der nächsten Jahrzehnte fit machen wird. Die Modernisierung der Zugbildungsanlage Halle, die wir im September gestartet haben, war der erste wichtige Schritt. Mit der Unterzeichnung der nächsten Finanzierungsvereinbarung ist nun der weitere Projektfortgang zur umfassenden Modernisierung des Eisenbahnknotens Halle gesichert. … Insbesondere mit Blick auf die prognostizierten Zuwächse im Güterverkehr werden wir die erforderlichen Kapazitäten schaffen, um die Verkehre optimal aufzunehmen.“

Den Neubau von rund 30 Kilometern Gleisen mit Oberleitungsanlagen, 111 Weichen, zwei Stellwerksgebäuden, zwei Bahnübergängen und neun Eisenbahnüberführungen umfasst die zweite Ausbaustufe. Zwanzig alte Stellwerke werden durch moderne Technik ersetzt. Ein neues Elektronisches Stellwerk wird künftig den Zugverkehr im Knoten Halle steuern. Die Bauarbeiten beginnen 2014. Ab Ende 2015 sollen die neuen Anlagen sukzessive in Betrieb gehen.

Quelle und Foto: DB