Reformationsjubiläum: Wenn Du nicht zur Ausstellung kommen kannst, dann kommt die Ausstellung zu Dir

Das Landesmuseum für Vorgeschichte Halle ist federführend ©sr-tm

Unter dem Motto „Wenn Du nicht zur Ausstellung kommen kannst, dann kommt die Ausstellung zu Dir.“  haben das Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt/ Landesmuseum für Vorgeschichte in Halle (federführend), die Stiftung Luthergedenkstätten in Sachsen-Anhalt, die Stiftung Schloss Friedenstein Gotha und das Deutsche Historische Museum Berlin einen neuen Weg in der Ausstellungsgestaltung eingeschlagen:

Parallel zu drei »klassischen« Museumsausstellungen in Minneapolis, New York und Atlanta haben die Partner zum Reformationsjubiläum eine digitale Ausstellung konzipiert: #HereIstand. Ermöglicht wurde dieses innovative Ausstellungsprojekt – ebenso wie die Museumsausstellungen in den USA– vom Auswärtigen Amt im Rahmen der Lutherdekade.
Die eigene Luther-Ausstellung kuratieren: Poster zum Bestellen und Selbstausdrucken

Die innovative Lutherausstellung ist nicht nur online für jedermann abrufbar (www.here-i-stand.com). Sie richtet sich auch in Form von 3o downloadbaren Postern zum Selbstausdrucken insbesondere an Kirchgemeinden, Schulen und andere Bildungsträger in aller Welt. So kann jede Institution per Mausklick eine Ausstellung in den eigenen Räumlich-
keiten realisieren. Derzeit ist sie in deutscher, englischer und, dank einer finanziellen Förderung der EKD, in russischer Sprache verfügbar. (Infos unter: www.here-i-stand.com/de/order). Die deutsche Sprachfassung kann zudem als fertiger Postersatz bestellt werden.

Zur Ausstellung

Aus Anlass des bevorstehenden Reformationsjubiläums verwirklichen das Landesmuseum für Vorgeschichte Halle (federführend), die Stiftung Luthergedenkstätten in Sachsen- Anhalt, das Deutsche Historische Museum (Berlin) sowie die Stiftung Schloss Friedenstein Gotha mit Unterstützung des Auswärtigen Amts ein Ausstellungsprojekt besonderen For-
mates: In Kooperation mit drei äußerst renommierten US-amerikanischen Institutionen werden zwischen Oktober 2o16 und Januar 2o17 an drei unterschiedlichen Orten in den USA zeitgleich drei einander ergänzende Ausstellungen zu Martin Luthers Leben und Wirken gezeigt. Hierfür kooperieren die vier deutschen Projektpartner mit The Morgan Library & Museum (New York City), dem Minneapolis Institute of Art (Minneapolis, Minnesota) und der Pitts Theology Library der Emory University (Atlanta, Georgia).

26 weitere Institutionen vor allem Mitteldeutschlands unterstützen das Projekt als Leihgeber. Sie alle machen in einmaliger Weise ihre Bestände zugänglich. So werden die meisten Exponate erstmals in den USA gezeigt, der Großteil der Objekte war noch nie außerhalb Deutschlands zu sehen. Auf diese Weise entstehen an jedem der drei Ausstellungsorte ein-malige Präsentationen, die jeweils speziell auf die amerikanischen Partnerinstitutionen und ihre Zielgruppen zugeschnitten sind. Jede von ihnen ist einzigartig und zeigt eine Kombination hochkarätiger Exponate, die in dieser Form noch nie zu sehen war und voraussichtlich auch nicht wieder zu sehen sein wird.

Die Ausstellungen werden nicht nur einen fundierten und anschaulichen Einblick in Martin Luthers Leben und Werk sowie den kunst- und kulturhistorischen Kontext der Reformation bieten, sondern auch einen einmaligen Eindruck von der kulturellen Schatzkammer Mitteldeutschlands vermitteln. Sie machen aufmerksam auf die authentischen Stätten und die bedeutenden Sammlungen im Geburtsland der Reformation, deren reichhaltige und erstaunliche Bestände international noch nicht in dem Maße bekannt sind, der ihnen aufgrund ihrer überregionalen Bedeutung gebührt.

Als besonderes Highlight enthält die Digitalausstellung 3D-eingescannte Museumsobjekte. Diese können im Internet betrachtet werden, lassen sich aber, wie die Poster, auch herunterladen und im 3D-Drucker ausdrucken. Vom o6.o3.2o17 bis o5.o5.2o17 sind einige dieser 3D-gedruckten Objekte und die aus 16 Plakaten bestehende Variante M der Posterausstellung wochentags von 9 bis 14 Uhr im Landesinstitut für Schulqualität und Lehrerbildung Sachsen-Anhalt (LISA) am Riebeckplatz 9 in Halle zu besichtigen (Schulklassen werden gebeten, sich anzumelden).

Der Lutherbound – eine neue Dimension der Kulturvermittlung

Für die Posterausstellung »#Here I stand« steht nun zusätzlich eine kostenlose App (die Poster-Rallye »Lutherbound«) zur Verfügung, mit der Kinder und Jugendliche spielerisch eine Rallye durch die Plakate machen können (http://www.here-i-stand.com/de/order#my-exhibition).

Nicht nur für Schulen ist der Lutherbound interessant. Viele Gemeinden, Kultureinrichtungen und Krankenhäuser möchten angesichts des bevorstehenden Reformationsjubiläums eine Posterausstellung in ihren Räumen ausrichten. Mit einer Hinweistafel können Besucher angeregt werden, die Actionbound-App herunterzuladen, die Rallye zu spielen und so tiefer in die Inhalte der Posterausstellung einzusteigen. Die Wissensvermittlung wird mit Actionbound zum Lernerlebnis. Der Lutherbound steht auf Deutsch und Englisch zur Verfügung.

Here I stand ist auch in den Social Media vertreten (http://www.here-i-stand.com/de/social-media): Bei Facebook, Twitter und Instagram können sich Interessierte über Aktuelles informieren und selbst einbringen.

Nähere Informationen sind unter www.here-i-stand.com erhältlich.

 

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