Preisverleihung für Sieger des Architekturwettbewerbes „Obere Leipziger Straße“

(c)tannertext - Wettbewerbssieger mit HWG-Chef Walen
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(c)tannertext – Wettbewerbssieger mit HWG-Chef Walen

Zur Neugestaltung des Grundstückes Dorotheenstraße 7-9 an der Oberen Leipziger Straße  hatte die HWG einen  Architekturwettbewerb ausgelobt. Im Oktober wurden die Sieger bekanntgegeben (Saalereporter berichtete). Jetzt sind die Entwürfe im Technischen Rathaus, Hansering 15, ausgestellt. Am Dienstag, 12.11. 2013, wurden im Rahmen der Ausstellung die Sieger geehrt.

Zum Hintergrund:
Einst war die Leipziger Straße von Gründerzeitbauten in kleinteiliger Bauweise bestimmt, die an das Niveau des Grundes angepasst waren. Das änderte sich mit der Neubebauung in den 1960er und 1970er Jahren. Zu dieser Zeit wurde an dieser Stelle ein großflächiger Platz konzipiert, durch den die Martinstraße abgekoppelt wurde und die Dorotheenstraße neu entstanden ist. Ein Höhenunterschied entstand und fensterlose Hauswände wurden sichtbar. Das soll mit der Neubebauung durch die HWG geändert werden. Fünf Architekturbüros der Region wurden aufgerufen, in einem Wettbewerb ein Konzept zu entwerfen, das Mietwohnungen, Verkaufsflächen  und eine Belebung des Areals, z.B. durch Gastronomie berücksichtigt.

Architekturwettbewerb Halle Leipziger Dorotheenstr. Die Stadt war mit Beigeordnetem Uwe Stäglin bei der Preisverleihung dabei, der betonte, dass die Stadt in der Wettbewerbsjury vertreten war. Er dankte der HWG, dass sie als städtisches Unternehmen einen Beitrag zur Baukultur in Halle leiste, und gratulierte den Wettbewerbssiegern.  Über Lösungen könne gestritten werden. Christian Zeigermann – Abteilungsleiter Technik HWG – betonte, dass die HWG einen „Einladungswettbewerb“ ausgerufen habe, der zu sehr unterschiedlichen Ergebnissen geführt habe. Von Seiten der Jury wurden noch einmal die Aufgabe und deren Umsetzung durch die Wettbewerbsteilnehmer erläutert.

Ausschlaggebend für die Beurteilung waren u.a. die Lösung der Ecksituation an der Leipziger Straße und die Einbeziehung der angrenzenden Straßen in das Konzept. Lobenswert sei die Idee des Wettbewerbssiegers, die Martinstraße als Passage zu führen. Das Votum für den ersten Preis sei eindeutig gewesen. Ein Vertreter von Edeka als Ankermieter des geplanten Neubaus wies darauf hin, dass ein Einkaufsmarkt besonderen baulichen Gesetzen entspreche. Dr. Heinrich Wahlen von der HWG dankte allen Teilnehmern und übernahm die Auszeichnung der Wettbewerbssieger.

Die Wettbewerbssieger:

Archtekturwettbewerb Leipziger- Dotothehenstr. Archtekturwettbewerb Leipziger- Dotothehenstr.Den ersten Platz (Foto links)belegte das Architekturbüro Junk und Reich Architekten aus Weimar und den zweiten Platz das hallesche Architekturbüro dietzsch und weber architekten . Mit diesen beiden Büros will die HWG nun auch in Verhandlungen treten. Beim 2. Sieger (Foto rechts) gefiel u.a. eine Serpentine für Rollstuhlfahrer und die Öffnung zur Martinstraße sowie die Parkhaus-Lösung. Auch attraktive Wohnungen mit innenliegendem Balkon gefielen der Jury. Der Entwurf vom Architekturbüro Junk und Reich präsentiert sich als “kraftvoll auftretendes Gebäude” (O-Ton Jost), mit Fassaden, die Akzente setzen und gefiel auch wegen einer angenehmen Lösung zur Überwindung des Höhenunterschiedes. Die Wohnungen bieten weite Ausblicke, geplant sind Loggien.

Die Ausstellung kann noch bis zum 26. November im Technischen Rathaus, Hansering 15, angesehen werden.

Gisela Tanner www.tannertext.de

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Architekturwettbewerb Halle Leipziger Dorotheenstr. Architekturwettbewerb Halle Leipziger Dorotheenstr.