Pferd und Kuh sind wieder sichtbar – Giebichensteinbrücke in gewohnter Schönheit

pferd und kuhZwei Jahre lang waren die Wahrzeichen der Giebichensteinbrücke in Halle hinter Holzkästen versteckt, jetzt sind sie wieder sichtbar. Grund genug für Uwe Stäglin, Beigeordneter der Stadt Halle und für die Landeskonservatorin, Dr. Ulrike Wendland, sich an diesem Ort zu treffen. Eigentlich sollte mit dieser Veranstaltung der Frühling eingeläutet werden. Unseren Teil haben wir erfüllt, die Skulpturen sind wieder freigelegt, meinte Stäglin in Anbetracht der winterlichen Schneedecke, die sich am Saaleufer ausgebreitet hatte.

Giebichensteinbrücke Pferd und KuhAuch eine Wandergruppe aus Brandenburg, die auf dem Weg zum Markt war, schaute bei der Veranstaltung vorbei. Wie Stäglin betonte, ist nun wieder ein Stück Stadtgeschichte sichtbar, denn Pferd und Kuh symbolisieren das Zusammenwachsen von Stadt und Land in Halle und sind gleichzeitig zwei Kunstwerke. Im Jahr 1928 wurden die beiden Skulpturen errichtet. Schon mehrere Jahre vor der grundlegenden Sanierung zeigten sich erhebliche Schäden, z. B. Risse, die u.a. bei der Sanierung der Giebichensteinbrücke entstanden waren. Um weitere Zerstörungen zu vermeiden, war eine grundlegende Sanierung einschließlich wissenschaftlicher Untersuchungen der Schäden erforderlich. Die Risse sollten beseitigt und eine wenig sichtbare Schutzschicht aufgetragen werden. Stadt und die Deutsche Bundesstiftung Umwelt teilten sich die Kosten von ca. 144 Tsd. Euro. Seit März 2011 waren die beiden Symbole deshalb verhüllt. Stäglin dankt allen Beteiligten und freute sich über das ansehnliche Ergebnis der Arbeit.

Landeskonservatorin, Dr. Ulrike Wendland, ging kurz auf die Geschichte der Brücke ein, die 1892 noch aus einer robusten Stahlträgerkonstruktion bestand. Die Brücke, die heute die Saale überspannt, sollte die Moderne und die Tradition vereinen, eine Stahlbetonbrücke mit einer Vorsatzschale aus Kunststein. Das 20. Jahrhundert war das Zeitalter des Betons. Wendland bemerkte auch, dass Hallenser und Besucher die beiden symbolträchtigen Figuren während der Verhüllung sehr vermissten, das zeige ihre Bedeutung für die Stadt. Ein visuell geschlossenes Kunstwerk sei entstanden. Die Konsevertorin wies im Zusammenhang mit der Restaurierung der Kunstwerke auch auf die Rolle des IDK – Instituts für Diagnostik und Konservierung – in Halle hin.

Bestimmt  werden die Hallenser nicht warten, bis es wirklich Frühling wird, um sich von der erfolgreichen Restaurierung zu überzeugen.

Text und Fotos Gisela Tanner www.webredakteurin.com