Patienteninformation: „Welt-Schlaganfall-Tag“ im BG Klinikum Bergmannstrost

©bergmannstrost
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Zum „Welt-Schlaganfall-Tag“ am Donnerstag laden das BG Klinikum Bergmannstrost gemeinsam mit dem regionalen Schlaganfall-Büro der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe, der Paritätische Selbsthilfekontaktstelle Halle-Saalekreis und der Selbsthilfegruppe Schlaganfall Halle-Saalekreis zu einem Aktions- und Informationsprogramm für Betroffene, Angehörige, Pflegekräfte und alle Interessierten ein:

Donnerstag, 29. Oktober 2015

                        9:30 bis 14:00 Uhr

                        BG Klinikum Bergmannstrost Halle

                        Lichtstraße / Festsaal

                        Merseburger Straße 165

                        06112 Halle (Saale)

Ab 9:30 Uhr werden in der Lichtstraße des Bergmannstrost Blutdruck- sowie Blutzuckermessungen durchgeführt. Informationsstände der Selbsthilfegruppen bieten vielfältige Auskünfte und Materialien zum Thema Schlaganfall, zur Vorbeugung, Behandlung, Therapie und zu Rehabilitationsmöglichkeiten an.

Von 10:00 bis zirka 13:00 Uhr informieren Vorträge im Festsaal des Hauses zum Thema.

Vorträge im Festsaal:

10:00 Uhr:        „Behindertenrecht“

Olaf Hartung, Fachanwalt für Sozialrecht, Halle (Saale)

11:00 Uhr:        „Aphasie als Folge eines Schlaganfalls, klinisch-wissenschaftliche Aspekte“

Prof. Dr. med. Hellmuth Obrig, Universitätsklinikum Leipzig

12:00 Uhr:        Gedanken zum Weltschlaganfalltag – Prognose

PD Dr. med. Kai Wohlfarth, Direktor der Klinik für Neurologie, BG Klinikum

Bergmannstrost Halle

Ein Schlaganfall (engl. Stroke) ist die Folge einer plötzlichen Durchblutungsstörung des Gehirns.

Diese kann entweder durch eine Mangeldurchblutung eintreten, wenn zum Gehirn führende Blutgefäße durch Ablagerungen verstopft sind, oder durch eine Blutung im Gehirn. Letztere kann beispielsweise eintreten, wenn Blutgefäße durch zu hohen Blutdruck reißen.

Häufige Folge sind z.B. halbseitige Lähmungen, Sprach-, Schluck- und Gedächtnisstörungen sowie Sehschwierigkeiten. Weltweit stirbt alle sechs Sekunden ein Mensch an einem Schlaganfall – unabhängig von Alter oder Geschlecht. Allein in Deutschland erleiden pro Jahr etwa 200.000 Bürger einen Schlaganfall. Davon ist ein Drittel schwer behindert oder pflegebedürftig.

Vor diesem Hintergrund erklärt der Direktor der Klinik für Neurologie am BG Klinikum Bergmannstrost Halle, PD Dr. Kai Wohlfarth, die enorme Bedeutung des Zeitfaktors bei einem Schlaganfall: „Je schneller wir einen Schlaganfall behandeln können, desto größer sind die Erfolgsaussichten. Denn jede Minute Behandlungsverzögerung kostet den Patienten rund 1,9 Millionen Hirnzellen. 14 Billionen Synapsen – wichtige Umschaltstationen im Gehirn für die Reizübertragung – werden nachhaltig in Mitleidenschaft gezogen“.

Quelle: Bergmannstrost