Neues aus dem Rathaus: Aktuelles und Perspektiven zum Hufeisensee

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stadthaus neuWie die Stadt Halle mitteilt, haben etwa 300 Bürgerinnen, Bürger, Anlieger und Betroffene  gemäß Paragraph 3 Baugesetzbuch im Rahmen des Bauleitplanverfahrensvon ihrem Recht Gebrauch gemacht und  Anregungen und Bedenken zum Bebauungsplan Nr. 158 – „Freizeit- und Erholungsraum Hufeisensee“ eingebracht. Es gab  150 Gespräche mit dem zuständigen Planern,  in denen die Bürger die Möglichkeit genutzt haben, ihre Fragen zu stellen und sich die Planung erläutern zu lassen. Auch  39 schriftliche Stellungnahmen wurden an die Verwaltung übermittelt.

Die Pläne zur Neugestaltung des Naherholungsgebietes werden bisher sehr unterschiedlich aufgenommen.
Uwe Stäglin, Beigeordneter für Stadtentwicklung und Umwelt: „Die Hallenserinnen und Hallenser haben die Vorentwurfsplanung engagiert diskutiert. Damit könnte das erklärte Ziel, das Areal des Hufeisensees gestalterisch und funktional als naturnahen Erholungsraum mit angemessenen Sport- und Freizeiteinrichtungen aufzuwerten, in einem möglichst breiten
Konsens erreicht werden. Die vorgebrachten Hinweise, Anregungen und Bedenken werden nun von der Verwaltung geprüft. Im weiteren Planungsprozess wird abgewogen, ob und in welcher Form sie berücksichtigt werden können.“

Die Ergebnisse aus dieser frühzeitigen Bürgerbeteiligung und die Aussagen der Gutachten zu den verschiedenen Themen, wie Umwelt- und Naturschutz, Verkehr, Lärm und Deponienutzung fließen in den Entwurf zum Bebauungsplan ein. Nach den Beratungen in den Ausschüssen des Stadtrates ist vorgesehen, dem Stadtrat die Vorlage zur öffentlichen Auslegung der Planung im Herbst vorzulegen. Dann werden Bürger, Anlieger und Betroffene erneut Gelegenheit haben, sich zum
Bebauungsplan zu äußern.

Der Hufeisensee ist seit 2003 offiziell im Eigentum der Stadt Halle und mit ca. 73 Hektar der größte See der Stadt. schon in den 80er Jahren  gab es Bemühungen, den See als Naherholungszentrum mit stadtweiter Ausstrahlung zu entwickeln. Seit 1990 erfolgten
umfangreiche Sanierungsmaßnahmen, wie Abdichtung, Abdeckung, Ausgasung und Bepflanzung, die zu einer deutlichen Verbesserung der Wasserqualität beitrugen.

Im Flächennutzungsplan der Stadt Halle (Saale) von 1998 wurde die lokale und regionale Bedeutung des Naherholungsgebietes rund um den Hufeisensee  verankert. So sind beispielsweise der Ausbau des Rad- und Wanderwegenetzes, die naturnahe Ufergestaltung in Anbindung an die umgebende Landschaft und weitere Maßnahmen als wichtige planerische Grundsätze und Zielstellungen beschrieben. Diese Ideen mussten aber viele Jahre wegen fehlender Finanzierung auf Eis gelegt werden.

Heute, so die Stadt,  eröffnet sich die Chance, die bestehenden Nutzungen, wie das Wassersportzentrum, durch öffentliche Badebereiche, Camping und Caravaning Plätze, Bootsanleger für Wassertourismus, eine Wakeboard-Anlage sowie Rad- und
Wanderwege für eine aktive Freizeitgestaltung der Hallenser und ihrer Gäste zu erweitern.

Die unterschiedlichen Nutzungen sollen umweltverträglich und touristisch miteinander verbunden werden. Dabei kann die Stadt mit ihren Vorstellungen an das Vorhaben eines Investors anknüpfen, der mit einem Golfplatz-Projekt für einen großen Teil des Areals die Anschubfinanzierung leisten will.

In seiner 35. Sitzung im Juli 2012 hat der Stadtrat die Aufstellung eines Bebauungsplanes für den Freizeit- und Erholungsraum Hufeisensee beschlossen. In einer ersten Bürgerversammlung im November 2012 wurde das Vorhaben öffentlich vorgestellt. Dort geäußerte Anregungen und Hinweise der Bürgerschaft sind in die Vorentwurfsplanung eingeflossen.

Quelle: Stadt Halle