Mythen, Macht und Monopole der Energiewende

heinrichböllstiftungMit dem Klimawandel und zunehmender Rohstoffknappheit stehen wir vor großen klimapolitischen Herausforderungen. Während letztere von Politik, Wirtschaft und Gesellschaft überwiegend anerkannt werden, tobt ein Streit um die richtigen Maßnahmen und Ideen zur Lösung dieser Herausforderungen und um deren Umsetzung. Noch sind alte Akteure und Strukturen stark, die den Weg hin zu erneuerbaren Energien behindern oder sogar blockieren.

Eigentlich müssten Wissenschaft, Wirtschaft und Politik gemeinsam effiziente, gerechte und nachhaltige Strategien im Kampf gegen den Klimawandel entwickeln. In der Realität gibt es jedoch handfeste ökonomische Interessen, die verhindern, dass sich Konzepte wie intelligenter Netzausbau, die Dezentralisierung der Stromversorgung, schnell durchsetzen.  Claudia Kemfert beschreibt in ihrem neuen Buch, wie die ökologische Wende zum Schlachtfeld der Ideologien geworden ist. Es geht um’s Geschäft und Lobbyisten liefern sich einen Kampf um Macht und Monopole.

Nach der Lesung soll im Gespräch mit Prof. Dr. Claudia Kemfert diskutiert werden, wie es möglich ist, die alten Strukturen aufzubrechen und die ‘Mythen’, die sich um die erneuerbaren Engergien ranken, zu entkräften. Welche Möglichkeit bieten in diesem Zusammenhang beispielsweise Prosumenten-Netzwerke, die die Trennung von Energiekonsumenten und -produzenten aufheben? Und was kann jeder Einzelne tun, um vor Ort an der Energiewende mitzuwirken?
Veranstaltungsort und -zeit:

Montag, 8. April 2013, 19:00 Uhr, Kino Zazie (Kleine Ulrichstraße 22), Halle (Saale)

Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen-Anhalt