Museumsnacht – Hallenser und Gäste ließen sich in Halle und Leipzig in die Museen locken

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Lockstoffe, unter diesem Motto luden am vergangenen Sonnabend Museen und andere Einrichtungen, die etwas zu zeigen hatten, in Halle und Leipzig zur Langen Nacht der Museen ein und die Besucher kamen trotz des unfreundlichen Wetters in Scharen. So musste der Kunstverein in der Talstraße schon innerhalb der ersten Stunde Eintrittskarten nachordern. Groß war das Interesse an dem erweiterten Bau, der jetzt noch mehr Ausstellungsfläche bietet und attraktiver ist. Der Kunstverein lockte mit einer Ausstellung anlässlich des Puppentheaterjubiläums.

Auffallend viele Leipziger waren nach Halle gekommen, um die Musseumslandschaft in ihrer Nachbarstadt kennenzulernen, glücklicherweise konnte man das Museumsnacht Ticket – Normalpreis nur 8 Euro für alle Museen – auch für die öffentlichen Verkehrsmittel nutzen. Groß war das Interesse auch im Museum für Vorgeschichte, in dem z.Z. die Ausstellung „Mysteriöse Steinzeittote und ihre Welt“ und die Dauerausstellungen z.B. zur Himmelsscheibe von Nebra zu bestaunen sind. Im Botanischen Garten kamen Pflanzenfreunde auf ihre Kosten, nicht nur im Außenbereich waren Pflanzenraritäten zu bestaunen und die „Lockvögel“ luden zu Führungen ein. In der Moritzburg wurden außergewöhnliche Werke in Sonderführungen vorgestellt und so mancher Hallenser schaute auch wieder einmal bei den Brücke-Malern der Sammlung Gerlinger vorbei. Kinder konnten sich an einem besonderen Programm zum Thema Farbe beteiligen und im Hof gab es Musik und Speisen.

Musikalisch ging es natürlich auch im Händel-Haus zu. Mehrere Programme luden  ein genauso wie die Ausstellung und die Instrumentensammlung, in der sich einige  Besucher unter Anleitung eines „Lockvogels“ ausprobierten. Im Salinemuseum konnte man den Halloren beim Salzsieden zuschauen und einen Blick in die gerade eröffnete Ausstellung „Erotik des Salzes“ werfen. Die Frankeschen Stiftungen beeindruckten nicht nur mit einem abwechslungsreichen Programm, sondern auch mit Lichtinstallationen. Vielfältig war auch das Angebot der anderen Einrichtungen – insgesamt 78 Museen, Galerien, Sammlungen und Gedenkstätten in Halle und Leipzig hatten eingeladen. Mit attraktiven Programmen, musikalischer Untermalung und vielfältigen Speisen sorgten sie für eine spannende Museumsnacht.

Natürlich konnte man nur einen Teil der Einrichtungen besuchen, hilfreich bei der Auswahl war das ausführliche Programmheft, das zur Eintrittskarte angeboten wurde, und nach der Museumsnacht ist vor der Museumsnacht, vielleicht im nächsten Jahr bei einem Besuch in Leipzig!

Gisela Tanner www.tannertext.de