Mentoring-Programm für junge Wissenschaftlerinnen

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Für junge Wissenschaftlerinnen ist der Weg auf der wissenschaftlichen Karriereleiter mitunter steinig – oft noch mehr als für ihre männlichen Kollegen. „Frauen erfahren seltener persönliche Unterstützung im Sinne eines Mentoring und sind häufig weniger stark vernetzt“, sagt Annette Wagner-Baier, Projektkoordinatorin für die Universität Jena. Die Folge: Deutlich weniger Frauen als Männer bleiben nach Abschluss ihrer Promotion an der Universität und streben eine akademische Karriere an. „Der geringe Frauenanteil innerhalb der Postdoc-Phase ist ein
bundesweites Problem“, sagt Prof. Dr. Erika Kothe, Prorektorin für wissenschaftlichen Nachwuchs und Gleichstellung der Uni Jena. „Wir möchten diese Frauen gezielt und verstärkt begleiten und unterstützen.“ Die Universitäten Jena, Halle und Leipzig haben zu diesem Zweck ein gemeinsames Mentoring-Programm speziell für Postdoktorandinnen ins Leben gerufen. Heute ist es offiziell gestartet.

„Der besondere Charme des gemeinsamen Programms liegt darin, über Universitätsgrenzen hinweg Mentoring-Beziehungen zu etablieren – und den Beteiligten damit auch eine noch bessere Vernetzung zu ermöglichen. Das Programm ergänzt hervorragend unsere bestehenden Mentoring-Angebote“, sagt Prof. Dr. Matthias Schwarz, Prorektor für Forschung und Nachwuchsförderung an der Universität Leipzig.

An dem Programm können Nachwuchswissenschaftlerinnen des Univerbundes Halle-Jena-Leipzig teilnehmen, deren Promotion mindestens zwei Jahre zurück liegt. Zu den Teilnehmerinnen des ersten Jahrganges gehören Wissenschaftlerinnen aller Fachbereiche. Damit das Mentoring-Programm für alle Beteiligten ein Erfolg wird, gibt es begleitende Feedbackgespräche und regelmäßige Evaluationen.

Quelle: MLU Halle