Luther – das Kantatenprojekt an der Oper hat am 1. April Premiere

Ki-Hyun Park bei einer Bühnenprobe - Foto: Anna Kolata

[ Ki-Hyun Park bei einer Bühnenprobe – Foto: Anna Kolata] Zu einer szenischen Collage mit Musik von Johann Sebastian Bach lädt das hallesche Opernhaus ein.  Premiere ist am 1. April 2017, 19.30 Uhr in der Oper Halle.

Zu erleben ist ein vielstimmiger Chor aus über 100 Halleschen Bürger*innen, vier Solist*innen der Oper Halle, dem Kinder- und Jugendchor der Oper Halle, einem Schauspieler in der Rolle Luthers sowie der Staatskapelle Halle. Das Projekt ist ein Beitrag zu den  Feierlichkeiten zu  „500 Jahre Reformation“ . Am Samstag, den 1. April um 19.30 Uhr, ist die Premiere. Auf der Grundlage von kirchlichen und weltlichen Kantaten Johann Sebastian Bachs und ihrer beeindruckenden musikalischen und sprachlichen Rhetorik erwartet die Besucher ein Streifzug durch 500 Jahre Reformations(jubiläums)geschichte. Veit Güssow hat das Projekt inszeniert und verbindet in einer szenischen Collage Originalzitate Martin Luthers mit anderen Texten deutscher Autoren, Dichter und Politiker. Es spielt die Staatskapelle Halle unter der Leitung ihres ersten Kapellmeisters Christopher Sprenger.

Hintergrund:

Im Jahr 2017 jährt sich die Veröffentlichung von Martin Luthers 95 kritischen Thesen zur kirchlichen Praxis seiner Zeit zum 500. Mal. Alle hundert Jahre nehmen die Protestanten dies zum Anlass, ihren wichtigsten deutschen Reformator zu feiern. Ein Blick auf zurückliegende Festreden von 1617, 1717, 1817 oder 1917 zeigt, dass solche Jubiläen oft mehr über ihre Zeit erzählen als über den Jubilar selbst. In LUTHER – DAS KANTATENPROJEKT geht es um die Wirkkraft von Martin Luthers Gedankenwelt bei der Bildung der deutschen Sprache, des deutschen Volkes und dessen demokratisch legitimierter Herrschaft. Die Ambivalenz gerade des politischen und des von der jeweiligen Politik vereinnahmten Luthers steht hierbei im Fokus.

Luther schrieb 37 Kirchenlieder, Texte und Melodien, die heute zum festen Bestandteil protestantischer Kirchenmusik zählen. Die Musik Johann Sebastian Bachs nimmt unter den Vertonungen von Texten Martin Luthers eine Sonderstellung ein, denn bei ihm traf eine herausragende kompositorische Begabung auf eine tiefe Gläubigkeit. Selbst äußerst komplexe Musik behält bei Bach ihre unmittelbare emotionale Zugänglichkeit und bleibt singbar – auch für Laien.

 Das Kantatenprojekt der Oper Halle knüpft an Luthers Idee einer gemeinsamen Musikausübung an. Auf der Bühne stehen Sänger*innen mehrerer Hallescher Chöre zusammen mit dem Kinder- und Jugendchor, den Herren des Opernchores und vier Gesangssolist*innen sowie dem Schauspieler Martin Reik, der den längst zum Monument gewordenen Luther verkörpert.

Mit: Romelia Lichtenstein, Svitlana Slyvia, Robert Sellier, Ki-Hyun Park, Martin Reik als Luther und einem Projektchor mit über 100 Hallenser*innen, dem Kinder- und Jugendchor der Oper Halle, mit freundlicher Unterstützung durch die Herren des Opernchores und mit der Staatskapelle Halle

Musikalische Leitung: Christopher Sprenger, Regie und Konzept: Veit Güssow, Bühne und Kostüme: Daniela Kerck, Chor: Rustam Samedov, Dramaturgie: Ilka Seifert

 Weitere Vorstellungstermine: 7. / 8. / 23. April, 11. Mai, 11. Juni 2017

Karten für die Premiere (20 bis 40,- Euro/ erm. 10,- bis 20,- Euro) für alle weiteren Vorstellungen (16,- bis 34,- / erm. 8,- bis 17,- Euro) sind an der Theater- und Konzertkasse erhältlich.

Schüler und Studierende erhalten eine Ermäßigung von 50% im Vorverkauf oder Last Minute Tickets an der Abendkasse zum Preis von 8,- EURO, solange der Vorrat reicht.

Quelle: Bühnen Halle

 

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