Leopoldina vertieft Zusammenarbeit mit französischer Nationalakademie

© saalereporter
© saalereporter

Wie die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina informiert, wird sie die Zusammenarbeit mit der französischen Académie des sciences künftig noch enger gestalten. Leopoldina-Präsident Professor Jörg Hacker und Professor Philippe Taquet, Präsident der französischen Nationalakademie, unterzeichneten heute in Paris ein entsprechendes Kooperationsabkommen. Mit der Übereinkunft werden die bereits bestehenden intensiven Beziehungen fixiert.

„Zur Académie des sciences pflegen wir seit Langem enge, freundschaftliche Beziehungen. Das Jahr des 50. Bestehens des deutsch-französischen Elysée-Vertrages ist ein willkommener Anlass, um unsere wissenschaftliche Zusammenarbeit nun auch formell zu verankern und weiter voranzutreiben“, sagt Prof. Dr. Hacker. Die französische Nationalakademie sei auch in der Politikberatung ein geschätzter Partner. „Die Académie des sciences vereint wie die Leopoldina exzellente Forscher. Damit deren Erkenntnisse auch auf internationaler Ebene Gehör finden, beispielsweise bei den Entscheidungsträgern der EU oder beim G8-Gipfel, ist die Kooperation der Nationalakademien wichtig“, so Hacker weiter.

Die Vereinbarung sieht die gemeinsame Arbeit an Stellungnahmen und Empfehlungen zu verschiedenen wissenschaftlichen Themen vor. Die Tradition gemeinsamer Konferenzen, Seminare und Kolloquien soll ebenfalls weiter gepflegt werden. So wird am 10. Juni in Berlin das Symposium „Moderne Impfstrategien“ stattfinden, das die Leopoldina und die Académie des sciences zusammen mit dem Max-Planck-Institut für Infektionsbiologie Berlin ausrichten. Dort werden auch Prof. Dr. Harald zur Hausen, Nobelpreisträger und Leopoldina-Mitglied, und Prof. Dr. Jules Hoffmann, Nobelpreisträger und Mitglied der Leopoldina und der Académie des sciences, zu hören sein.

Die Unterzeichnung des Vertrages durch die Akademiepräsidenten erfolgte im Rahmen der Auftaktveranstaltung zur deutsch-französischen Wissenschaftswoche und in Anwesenheit von Geneviève Fioraso, französische Ministerin für Hochschulbildung und Forschung, und Prof. Dr. Johanna Wanka, Bundesministerin für Bildung und Forschung. Die Wissenschaftswoche ist Teil einer Veranstaltungsreihe zum 50. Jubiläum der Unterzeichnung des Elysée-Vertrages zwischen Deutschland und Frankreich.

Seit ihrer Ernennung zur Nationalen Akademie der Wissenschaften im Jahr 2008 ist die Leopoldina die Stimme der deutschen Wissenschaft im internationalen Dialog der Akademien. Die Diskussion aktueller wissenschaftlicher Fragestellungen in hochkarätigen internationalen Symposien bildet einen wichtigen Teil der internationalen Aktivitäten. Die Leopoldina engagiert sich zudem in der internationalen wissenschaftsbasierten Politikberatung.

Quelle: Leopoldina