Leopoldina und ihre französischen Partner

© saalereporter

leopoldina2Die Nationalakademie Leopoldina möchte  den Austausch mit ihren französischen Partnern verstärken. Den 50. Jahrestag des Elysée-Vertrages zwischen Deutschland und Frankreich nimmt die  Leopoldina zum Anlass ihre Beziehungen zu ihren französischen Partnern weiter zu vertiefen. Mehrere deutsch-französische Symposien in Paris und Berlin stehen dazu auf dem Programm. Den Höhepunkt bildet eine Kooperationsvereinbarung, mit der die französische Académie des sciences und die Leopoldina im April ihre Beziehungen vertraglich fixieren. Zum Auftakt des wissenschaftlichen Jubiläumsjahres beginnt am 6. Februar  in Paris das dreitägige Symposium „Aufklärung: gestern, heute, morgen – Les lumières: Hier, aujourd’hui, demain“.

 „Für uns ist der wissenschaftliche Austausch mit Frankreich auf einer freundschaftlichen Basis seit Jahren Alltag“, sagt Prof. Dr. Jörg Hacker, Präsident der Leopoldina. Insbesondere mit der französischen Nationalakademie pflege die Leopoldina enge Kontakte, „denn die Académie des sciences ist wie die Leopoldina ein zentraler Akteur in der Politik- und Gesellschaftsberatung ihres Landes. Gemeinsam arbeiten wir an Stellungnahmen im europäischen und – im Vorfeld der G8-Gipfel – im globalen Kontext“, so Hacker weiter.

Das deutsch-französische Symposium „Aufklärung: gestern, heute, morgen – Les lumières: Hier, aujourd’hui, demain“, das morgen in Paris an der Fondation Singer-Polignac beginnt und bis zum 8. Februar läuft, nimmt die Epoche der Aufklärung mit ihren vielfältigen wissenschaftlichen, technischen und philosophischen Facetten in den Blick und setzt sie in Beziehung zur Gegenwart. Diskutiert werden Fragen, wie: Wie kann der Geist der Aufklärung dazu beitragen, die Zukunft der heutigen Gesellschaft zu gestalten? Wie kann der notwendige Dialog zwischen Wissenschaft – mit ihren mitunter unerwarteten Forschungsergebnissen – und der von bestimmten Zielen und Ängsten geprägten Gesellschaft gestaltet werden? Gemeinsame Veranstalter sind von französischer Seite die Académie des sciences und die Académie des sciences morales et politiques, von deutscher Seite die Leopoldina und die Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften.

Ein Höhepunkt im Jubiläumsjahr wird die Unterzeichnung einer Kooperationsvereinbarung zwischen der Leopoldina und der französischen Nationalakademie Académie des sciences am 15. April. Damit werden die bereits bestehenden intensiven Beziehungen, der regelmäßige wissenschaftliche Austausch und die gemeinsame Arbeit an Stellungnahmen und Empfehlungen vertraglich fixiert.

Seit ihrer Ernennung zur Nationalen Akademie der Wissenschaften im Jahr 2008 ist die Leopoldina die Stimme der deutschen Wissenschaft im internationalen Dialog der Akademien und kooperiert mit Wissenschaftsakademien auf allen Kontinenten. Ein Viertel der Akademiemitglieder kommt aus mehr als 30 verschiedenen Ländern.

Informationen zum Symposium in Paris vom 6. bis zum 8. Februar 2013: www.leopoldina.org/de/veranstaltungen/veranstaltung/event/2111/ und
www.singer-polignac.org/missions/?view=evenement&task=edit&cid=894

Quelle: Leopoldina