Latenenfest: Junge Wasserretter zeigen Wissen und Können

Am Sonntag wird es auf dem Laternenfest erwartungsgemäß etwas ruhiger. Dann wird zwischen 10 und 12 Uhr die Saale gesperrt und es geht für die Juniorretter der Wasserwacht bei einer öffentlichen Übung erst richtig los.

Es geht z.B. darum, Verunglückte Taucher zu retten, vom Rettungsboot in die Saale zu springen und Ertrinkende in Sicherheit zu bringen. Das und vieles andere ist Abenteuer und Normalität zugleich für die jungen Rettungsschwimmer der Wasserwachten aus Halle, Köthen und Magdeburg.

"Wasserretter sind keine 'Schönwetter-Rettungsschwimmer‘“, darauf legt Dr. Sven Thomas, der Vorsitzende der Wasserwacht Halle, viel Wert. „Wer bei uns ausgebildet wurde, auf den muss Verlass sein – immer und in jedem Gewässer." Deshalb kämpfen sich die Juniorretter durch das dunkle Wasser der Saale, schwimmen gegen die Strömung und befreien sich schließlich auch aus der gefährlichen Umklammerung der Verunglückten. An Land warten dann noch Übungen in der Ersten Hilfe und der Herz-Lungen-Wiederbelebung auf die Mädchen und Jungen, weil Rettungsschwimmer immer auch Lebensretter sind.
Diese Ausbildung stärkt nicht nur den Körper, sie formt auch den Charakter. "Wo sich normale Menschen hilflos fühlen, dort wollen und können unsere Kinder und Jugendlichen helfen." Die Ausbildung ist umfassend. "Viele lernen bei uns auch das Gerätetauchen, werden als Jugendleiter ausgebildet oder absolvieren ihre ersten echten Rettungsschwimmereinsätze", so Thomas weiter. Wenn man sieht, was hier in der Saale geleistet wird, dann überrascht es nicht, dass ausgerechnet die Wasserwacht Halle als erste DRK-Rettungsorganisation in Deutschland vom Deutschen Olympischen Sportbund für vorbildliche Nachwuchsarbeit ausgezeichnet wurde.

Quelle: DRK-Wasserwacht Halle