Kurzes Aufatmen – der Pegel sinkt – Lage aber immer noch kritisch

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Auch wenn der Hochwasserpegel in Halle gesunken ist, sind die Werte noch höher als beim Ausrufen des Katastrophenfalls durch OB Wiegand. Im Gegensatz zu gestern herrscht auf Halles Marktplatz scheinbare Ruhe. Dort wo  gestern noch fleißig Sandsäcke gefüllt wurden,  ist heute eine Mitteilung  der Stadt zu finden, an dieser Stelle werden z.Z. keine Helfer gebraucht. Im Internet sind inzwischen Aufrufe gestartet, die Menschen in Bitterfeld zu unterstützen.   Interessierte konnten sich am Uniplatz treffen, ein Bus sammelte dort alle freiwilligen Helfer ein, um sie an die gefährdeten Stellen zu bringen.  Nur noch wenige Schaulustige sind an den Absperrungen zu finden, selbst auf der Kröllwitzer Brücke sind es weniger geworden, obwohl der Stand der Saale noch bedrohlich hoch ist.

In der Innenstadt erklären Betroffene, wie weit das Wasser gestern noch in die Straßen hineinreichte. An vielen Stellen werden die Keller ausgepumpt. Gerade verlässt jemand die neue Residenz, die Ausstellung, die eigentlich für die Händelfestspiel gedacht war, öffnet vielleicht irgendwann nächste Woche, erfahren wir. Z.Z. kann man nichts machen, der Strom ist ja abgestellt wegen des Wassers im Keller.  Kurzes Durchatmen auch bei den Kameraden der Feuerwehr, die anstrengende Tage und Stunden hinter sich haben. Inzwischen gehen immer mehr Meldungen über Hochwasserschäden und Spendenaufrufe, aber auch zu Benefizveranstaltungen ein. Jetzt heißt es abwarten und hoffen, dass die Lage sich weiter verbessert.