Kunstwerke aus gefaltetem Papier im Museum Petersberg

Stiftskirche Petersberg - ©Foto: Gisela Tanner

Seit dem 11. März und bis zum 17. April 2017 zeigen Nele Hatoum aus Halle sowie Angelika Spindler und Bernhard Jäkel aus Dessau-Roßlau Kunstwerke aus gefaltetem Papier unter dem Motto „ORIGAMI 1000 – Falten – Origami von mini bis maxi“ im Museum Petersberg.

Origami, die asiatische Spielart des Faltens besitzt eine sehr alte Tradition. Bereits aus dem Jahre 1680 ist ein derartiges Kunstwerk überliefert. Jünger ist das europäische Origami. Der bekannte deutsche Pädagoge Friedrich Fröbel benutzte es als erzieherisches Mittel in den von ihm eingeführten Kindergärten. Das Origami beruht auf bestimmten Regeln. Die am meisten verbreitete lautet: Die Modelle müssen aus einem einzigen Blatt Papier und ohne Verwendung von Schere und Klebstoff gefaltet werden.

Die drei „Falter“ Nele Hatoum, Angelika Spindler und Bernhard Jäkel zeigen viele Origamimodelle, die dieser Tradition entsprechen. In der Ausstellung werden aber auch sogenannte modulare Objekte, die aus vielen Einzelteilen zusammengesteckt sind, gezeigt. Einige verfügen auch über Einschnitte. Solche geschnittenen Modelle – Regeln hin und Regeln her – sind sowohl aus Japan wie auch aus Europa in großer Zahl belegt.

Nele Hatoum, die in Halle zur Schule ging und an der Burg Giebichenstein Innenarchitektur studierte, fertigt und verkauft auch Ohrringe, Ketten und anderen Schmuck aus Papier. Für Angelika Spindler ist das Papierfalten aktive Entspannung.  Bernhard Jäkel dagegen begann das Papierfalten im Jahre 1999 als Hobby.

Alle drei Aussteller – sie sind Mitglieder von Origami Deutschland e.V., dem bundesweiten Verein zur Förderung des Papierfaltens – zeigen Modelle von namhaften Autoren aus aller Welt. Gezeigt werden u.a. die chinesischen Tierkreiszeichen, mythologische Wesen und geometrische Körper. Märchenhandpuppen und eine komplette Weihnachtskrippe lassen erkennen, dass es wohl kaum ein Objekt gibt, was sich nicht falten ließe. Natürlich darf auch das traditionelle Symbol für das Papierfalten „Der Kranich“ nicht fehlen.

Wem die Faltanleitung für den Kranich ohne Hilfe zu schwierig erscheint, kann am 30. März 2017 um 19:30 Uhr bei einen Origami-Abend für Jedermann unter fachlicher Anleitung selbst falten. Für stilechte japanische Momente sorgt die Gruppe „Akaishi Daiko“ aus Magdeburg mit japanischer Trommelkunst Taiko.

Neben der Sonderschau ist natürlich auch die neue Dauerausstellung „Die Spielwaren- und Eisenbahnfabrik Josef Kraus & Co.“ zu sehen.

30.03.17: Themenabend: Die Kunst des Papierfaltens „Origami“ trifft auf die japanische Trommelkunst „Taiko“.

Das Museum Petersberg ist täglich außer montags von 10.00 bis 17.00 Uhr geöffnet.

 

Quelle: Museum Petersberg

 

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