Kunstmuseum Moritzburg und Kunstforum Halle zeigen „Götzes Pop“

Foto: ©Falk Wenzel - Eröffnungsveranstaltung der Ausstellungen
Foto: ©Falk Wenzel - Eröffnungsveranstaltung der Ausstellungen
Foto: ©Falk Wenzel – Eröffnungsveranstaltung der Ausstellungen

Der Hallenser Moritz Götze ist einer der bekanntesten Pop-Art-Künstler Deutschlands. In diesem Jahr feierte er seinen 50. Geburtstag. Deshalb haben das Kunstmuseum Moritzburg und das Kunstforum Halle das Gemeinschaftsprojektes „Götzes Pop“ gestartet. Es wurde am 20. September 2014 eröffnet und zeigt die Ausstellung „Hallesche Hängung“ im Kunstforum Halle (bis 16. November 2014) und „Götzes Hallesches Heilthum“ im Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale) (bis 18. Januar 2015).

Am Eröffnungstag wurde zunächst im Kunstforum die „Halleschen Hängung“ vorgestellt und dann setzte sich ein großer, von einer Brass-Band angeführter Umzug zur Moritzburg in Bewegung, um das „Hallesche Heilthum“ zu zeigen. An beiden Orten gibt es einen Einblick in Götzes eindrucksvolles und bildgewaltiges künstlerisches Schaffen.

Unter dem Titel Hallesche Hängung lädt das Kunstforum Halle vom 21. September bis zum 16. November auf eine Entdeckungsreise in den unerschöpflichen Bildkosmos von Moritz Götze ein. Angelehnt an den Begriff „Petersburger Hängung“, welcher eine enge Reihung von Kunstwerken bezeichnet, präsentiert der Ausstellungsteil eine umfangreiche, opulente und undogmatische Werkschau der letzten 30 Jahre des künstlerischen Schaffens Moritz Götzes.

Im Kunstmuseum Moritzburg wird Götzes jüngste Arbeit gezeigt: sein Hallesches Heilthum, das Bezug nimmt auf die berühmte Reliquiensammlung der Erzbischöfe Ernst von Wettin und Albrecht von Brandenburg aus der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts. Moritz Götze lebt in und aus seinem eigenen Kosmos und gibt dem historischen Vorbild s e i n e adäquate Gestalt – Fetische der eigenen Biografie, Merkwürdigkeiten unserer Tage, Geschichte und Geschichten sind zu einem ornamentalen Netzwerk verschmolzen, das sich lustvoll zwischen Erzählung und Bildkultur ausspannt und aus der Mottenkiste der Erinnerung immer neue Kostbarkeiten, mit der Kraft der Imagination angereichert, ans Licht holt.

Durch die Götze-Ausstellung „Hallesches Heilthum“ ist nun das gesamte zweite Obergeschoss im Westflügel des Kunstmuseums Moritzburg halleschen Künstlern oder Themen gewidmet: begonnen mit den Arbeiten Lyonel Feiningers über die Präsentation des Werks von Albert Ebert im Turmkabinett bis hin zur Ausstellung Andrea Pichl: Unterkunft Freiheit, einer Rauminstallation anlässlich 50 Jahre Halle-Neustadt, der Begleitpräsentation StadtNeu und Moritz Götzes Halleschem Heilthum. „Das Kunstmuseum Moritzburg versteht sich als ein wichtiger Teil von Halle ebenso wie wir Halle als einen wichtigen Bezugspunkt in unserer Arbeit betrachten. Mit diesen Ausstellungen setzen wir deutliche Signale an die Stadt und ihre Bürger und laden alle ein, ihr Kunstmuseum neu zu entdecken“, so der Direktor des Kunstmuseums Thomas Bauer-Friedrich.

Ein abwechslungsreiches Programm wird während der Ausstellung geboten:

Im Kunstforum:
9. Oktober, 17.30 Uhr, und 2. November, 15 Uhr: Künstlerführung
16. Oktober, 19.30 Uhr: Moritz Götze im Gespräch mit Andreas Montag über Leben und Kunst
17. Oktober, 20 Uhr: Konzert Stereo Total

Im Kunstmuseum Moritzburg:

25.9., 18 Uhr: Moritz Götze führt durch sein Hallesches Heilthum
21.10., 14 Uhr: Kuratorenführung, Cornelia Wieg
13.11., 17 Uhr: Kuratorenführung, Cornelia Wieg

Überraschungsveranstaltung: TweetUp (Ankündigung unter @MoritzburgHalle auf Twitter)

Quelle: Kunstmuseum Moritzburg
Foto: ©Falk Wenzel

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