Krokoseum – zum letzten Mal die Puppen tanzen lassen

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Am 31. August lädt das Krokoseum der Franckeschen Stiftungen  zur Finissage der Puppenausstellung in das Historische Waisenhaus ein. In den Ausstellungsräumen im 2.OG wird eine temporäre Papierwerkstatt eingerichtet, in der große und kleine Künstler ihre Traumpuppe entstehen lassen können. Ganz ohne Kleber wird gefaltet, bis das Kunstwerk steht. Auf einem Stöckchen oder auch über den Finger gestreift kann das Puppentheater gleich vor Ort oder später zuhause starten. Ob Hexe, Prinzessin, Kasperlepuppe oder Monster, die kleinen selbstgebastelten Kunstwerke dürfen mitgenommen werden!

Und noch eine erfreuliche Nachricht,  zur kreativen Finissage ist der Eintritt in die Ausstellung frei. Letztmalig kann man den Puppen des Puppentheaters, die sonst nur auf der Bühne zu sehen sind, in die Augen schauen, die feinen Details der Puppenstuben entdecken, Puppen im Film und Puppen anderer Kulturen kennenlernen. Hinter der beeindruckenden Installation von Puppenfiguren aus aller Welt der hallischen Künstlerin Susanne Berner verbergen sich spannende Puppengeschichten: Für die Hopi-Indianer im nordöstlichen Arizona (USA) sind die Katchina-Puppen religiöse Kultobjekte, die den Geist einer Naturerscheinung in Form eines Tieres darstellen können. Sammlungen historischer Katchina-Puppen werden hochpreisig gehandelt und es wird heftig diskutiert: Ist das Kultobjekt wirklich eine „Puppe“?

Auch die künstlerische Nachbildung der „Hockenden Mumie eines Inkamädchens“ aus der Zeit um 1450 hält eine spannende Geschichte bereit: 1995 weckte die Mädchenmumie „Juanita“ Aufsehen, die auf dem Berg Ampato entdeckt worden war. Das Mädchen wurde mit der Bitte an den Berg Ampato für Wasser und eine gute Ernte geopfert. Nach einer spektakulären Welttournee ist die Mumie heute im Museo Santuarios Andinos in Arequipa zu sehen. In der Ausstellung sind natürlich auch die berühmten medialen Sympathieträger wie Ernie und Bert oder das Sandmännchen zu sehen.

Quelle: Franckesche Stiftungen zu Halle

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