Kraft des Aufbruchs – neue Brücke-Ausstellung in der Moritzburg

MoritzburgGemäldeBrückeDank der Sammlung Hermann Gerlinger kann die Moritzburg auf einen großen Fundus an Werken der Brücke-Maler zugreifen. Am 29. August 2015 wurde in den Gemäuern der traditionsreichen Burg eine neue Dauerausstellung mit Gemälden von Erich Heckel, Ernst Ludwig Kirchner, Karl Schmidt-Rottluff, Max Pechstein und Otto Mueller eröffnet. Immer wieder, so Kurator Wolfgang Büche, wurde an die Mitarbeiter des Museums der Wunsch herangetragen, mehr Gemälde der Brücke-Maler zu zeigen. In der neuen Schau wird diesem Wunsch nun entsprochen. Noch bis zum Winter 2016  wird diese Auswahl an Gemälden zu sehen sein.

Neue Ausstellungen in der Moritzburg August 2015
Museumsdirektor Bauer-Friedrich geht davon aus, dass diese Dauerausstellung im Westflügel des Museums ein weiterer Besuchermagnet des Museums sein wird, zumal ab März 2016 die große Sonderausstellung „Magie des Augenblicks“ mit Werken von  Van Gogh, Cézanne, Bonnard, Vallotton und  Matisse gezeigt wird. Diese Meisterwerke aus der Sammlung Arthur und Hedy Hahnloser-Bühler“ sind dann zum ersten Mal  in den neuen Bundesländern zu sehen. Die jungen deutschen Expressionisten der Brücke haben vor allem aus Gemälden von  Vincent van Goghs ihre Inspirationen erhalten.

Neue Ausstellungen in der Moritzburg August 2015

Die Ausstellung „Kraft des Aufbruchs“ zeigt Gemälde, die im Zeitraum von 1905–1964 entstanden sind.
Gegründet wurde die „Brücke“ im Jahr  1905 von den vier Architekturstudenten Fritz Bleyl, Erich
Heckel, Ernst Ludwig Kirchner und Karl Schmidt-Rottluff, heute sieht man diesen Schritt als Ausgangspunkt  des Anschlusses der deutschen Kunst an die europäischen Avantgarde-Bewegungen. Max Pechstein und Otto Mueller, deren Gemälde ebenfalls in der Ausstellung zu sehen sind, traten 1906 bzw. 2010 der Brücke-Gruppe
bei.

Erich Haeckel - Landschaft mit drei Brücken
Erich Haeckel – Landschaft mit drei Brücken

In den einzelnen „Räumen“ ist die künstlerische Entwicklung der Brücke-Mitglieder gut zu verfolgen. Die Werke sind chronologisch nach dem Zeitpunkt ihres Entstehens angeordnet. Während im ersten Raum Arbeiten der Zeit in Dresden gezeigt werde, geht es im nächsten Bereich um die Zeit in Berlin.  Auch Gemälde, die nach dem Auseinandergehen der Brücke-Maler, nach dem 1. Weltkrieg und nach 1920 entstanden sind, werden gezeigt.  Für den Besucher der Ausstellung ergeben sich durch das Zusammenspiel der einzelnen Werke völlig neue Sichtweisen auf die Künstlergruppe. Die Ausstellung zeigt gleichzeitig eine wichtige Phase der Entwicklung der Moderne in Deutschland.