Klänge, Kurzwellen und Kalter Krieg

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„Wie klingt die Schweiz – oder zumindest wie präsentierte sie sich akustisch dem Ausland?“ so könnte der Untertitel des am Mittwoch, den 15. Oktober, um 19.30 Uhr, im Händel-Haus stattfindenden Vortrags lauten. Der an der Universität Zürich arbeitende Kulturwissenschaftler Dr. des. Johannes Müske widmet sich thematisch dem Verhältnis Musik und nationale Politik.

Der Vortrag untersucht die Geschichte des Schweizer Kurzwellenradios KWD (später: Schweizer Radio International) von seiner Gründung im Jahr 1935 bis in die Zeit des Kalten Krieges der 1960er Jahre, d. h. während der Zeit der so genannten „geistigen Landesverteidigung“. Ausgehend von einer Sammlung von „Schweizer Musik“, die in den 1950er und 1960er Jahren beim Kurzwellendienst zusammengetragen wurde, wird an Hand von Hörbeispielen gefragt, wie der Schweizer Rundfunk als Institution Ideen über „Swissness“ in praktisches Handeln (Musiksammlung, Radioprogramm) übersetzte.

Klänge, Kurzwellen und Kalter Krieg
Aus der Vortragsreihe: Musik hinterfragt
15. Oktober, um 19.30 Uhr, im Händel-Haus
Referent: Dr. des. Johannes Müske, Kulturwissenschaftler, Zürich

Der Eintritt zum Vortrag ist frei.