Kanadische Band The Fugitives beendet ihre Deutschlandtour im Lochwitzer Weidengrund

Foto: © H.-J.Paasch

Unser Autor H.-J. Paasch war mal wieder in der Region unterwegs und hat dort eine Band aus Kanada erlebt:

[Foto: © H.-J.Paasch] The Fugitives das sind Ali Romanow (vl), Adrian Glynn (ball, bass), Brendan McLeod (git) und Steve Charles (bjo). Sie werden als Indy-Band angekündigt. Selbst reden die Musiker davon, dass ihre Musik etwas melancholisch ist, da in der kanadischen Großstadt Vancouver, in der die Musiker beheimatet sind, jedes Jahr an 300 Tagen regnet. Auf der Bühne sind Banjo, Violine, Akustikgitarre, Elektrobass, Ballalaika und Mundharmonika zu sehen. Zu hören sind meist eigene Songs mit selbst geschriebenen Texten, die vom Alltag handeln. Das aktuelle Album heißt „The Promise of Strangers“: Die elf Stücke sind ein Brief an Menschen, die das Leben der Künstler berührt haben, ob der kürzlich verstorbene Leonard Cohen, ein Mann der vier Jahre in Einzelhaft und ohne Licht in einem kanadischen Gefängnis saß oder nur ein Mensch, den sie zufällig im Bus gesehen haben.

Jedoch das absolut Besondere dieser Band ist der vierstimmige Satzgesang. Und das alles in einer verblüffenden Qualität. Einige Songs werden praktisch A capella vorgetragen. Die Band stellt sich ohne, oder nur mit akustischen Instrumenten, vor nur ein Mikrofon. Die Musik begeistert. In einem Song geht es um die bösen Sorgen des Lebens. Wir werden jedoch aufgeklärt, es sind nur persönliche Sorgen gemeint. So wie zwei unterschiedliche Socken zu tragen, oder das Rasieren vergessen zu haben. Nichts so Wichtiges wie die globale Erwärmung oder Donald Trump.

Die Musiker erklären dem Publikum am Ende nur noch, wie traurig sie sind, dass die schöne Deutschlandtour nun ein Ende findet.

Hans-Jürgen Paasch