Interessengemeinschaft möchte Gänsebrunnen wieder nach Kröllwitz bringen

Gänsebrunnen im Winter. Foto: Thomas Mergen
Gänsebrunnen im Winter. Foto: Thomas Mergen

Gänsebrunnen im Winter. Foto: Thomas MergenAuf den Kirchberg in Kröllwitz, dort gehört er hin, der Gänsebrunnen. Das meinen die die Mitglieder der Interessengemeinschaft Gänsebrunnen, die bis auf eine Ausnahme aus Bewohnern des Halleschen Stadtteils Kröllwitz besteht. Der Verein möchte als Organisationsteam die Wiederherstellung des Weidanz-Brunnens auf dem Kröllwitzer Kirchberg erreichen und und hofft bei der Umsetzung dieses Vereinsziels auf die aktive Unterstützung eines  großen Freundeskreises.

Unterschiedliche berufliche Qualifikationen und Erfahrungen fließen durch die Mitglieder in die IG ein, vom Bildhauer, über Kaufmann, Kauffrau, Medienwissenschaftler,  Bauingenieur, Historikerin, Finanzbuchhalterin bis hin zur Diplom-Biologin und Kommunalpolitikerin. Nicht nur die fachliche Qualifikation spornt die Mitglieder an, sondern auch ihr Optimismus.

Mit Herrn Prof. Bernd Göbel konnten die Mitglieder einen herausragenden Experten als Vereinsmitglied gewinnen. Der über die Grenzen der Stadt Halle hinaus ausgewiesene Bildhauer ist bekanntermaßen ein Spezialist für die künstlerische Gestaltung von Brunnen und seine Werke sind in Halle bestens bekannt, etwa der  „Göbelbrunnen“ auf dem Hallmarkt.

Auch zu dem  Schöpfer des historischen Gänsebrunnens, dem 1970 verstorbenen Kröllwitzer Bildhauer Prof. Gustav Weidanz (Foto), hat Göbel eine enge Bindung. Er absolvierte von 1963 bis 1969 ein Studium der Bildhauerei an der damaligen „Hochschule für industrielle Formgestaltung Burg Giebichenstein“ und Prof. Weidanz war einer seiner prägenden akademischen Lehrer. Daher sieht Prof. Göbel in der Rekonstruktion des Brunnens und in seiner Projektmitarbeit eine Chance, das künstlerische Vermächtnis von Gustav Weidanz wieder stärker ins öffentliche Bewusstsein zu rufen, so der Verein.

Das Ziel des Vereins ist es, mit der Rekonstruktion des Gänsebrunnens etwas in Halle  und vor allem im Stadtteil kulturell zu bewegen. Der Gänsebrunnen auf dem Kirchberg wird ein attraktiver Anziehungspunkt werden, so die Überzeugung:

Mit der Rekonstruktion des Gänsebrunnens soll ein Stück kulturelles Erbe der Kröllwitzer wiederbelebt und von Neuzugezogenen wiederentdeckt werden. Der Platz vor dem Gänsebrunnen soll sich so zu einem beliebten Ausflugsziel und Treffpunkt für Kröllwitzer und ihre Gäste entwickeln. Den Mitgliedern des Vereins geht es darum, den an Kunst im öffentlichen Raum so spärlich ausgestatteten Stadtteil Kröllwitz, mit dem „Gänsebrunnen“ und der hoffentlich ebenfalls rekonstruierten „Schmuckplatzanlage“ ein identitätsstiftendes Markenzeichen zurückzugeben. Diese Zukunftsvision motiviert uns, das keineswegs einfache Projekt der Rekonstruktion der Brunnenanlage und des Platzes voranzutreiben.

Der Verein wurde am 21. Juli 2014  als “ Interessengemeinschaft Gänsebrunnen Kröllwitz“  gegründet.

Zur Geschichte:

Der Brunnen wurde im städtischen Auftrag von den renommierten halleschen Künstlern und Professoren an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Professor Gustav Weidanz und Charles Crodel geschaffen und 1939 der Stadt übergeben. Entwurf und die plastische Umsetzung der Brunnenschale und der Gänsegruppe sind das Werk von Weidanz, Crodel gestaltete die dreifarbige Ausgestaltung der Brunnenschale mit keramischen Mosaiken. Bis 1956 bildete der Brunnen den Mittelpunkt der Schmuckplatzanlage auf dem Kröllwitzer Kirchberg. Die reizvolle Platzgestaltung markierte neben Petruskirche und Schule das Zentrum des Stadtteils Kröllwitz.

Der Verein hofft, dass sich viele Kröllwitzer für das Projekt begeistern, es unterstützen und es zu ihrem eigenen machen.

Quelle: gänsebrunnen-kröllwitz.de

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Über Gänsebrunnen 19 Artikel
Die Interessengemeinschaft Gänsebrunnen engagiert sich für die Wiederherstellung des Gänsebrunnens (auf dem Kirchberg in Kröllwitz).