Interdisziplinäre operative Kinderstation wird eröffnet

(c)tannertext

uniklinikEin Krankenhaus-Aufenthalt ist besonders für kleine Patienten ein einschneidendes Erlebnis: Die Umgebung, die Menschen, die Situation – alles ist ungewohnt. Leichter fällt Kindern solch ein Krankenhausaufenthalt, wenn sie gemeinsam mit Altersgenossen untergebracht sind. Das Universitätsklinikum Halle (Saale) richtet daher eine interdisziplinäre operative Kinderstation (IOK) ein. Dort werden alle Kinder und Jugendliche aufgenommen, die operativ behandelt werden müssen – unabhängig davon, von welchem Fachgebiet die Patienten operiert werden. „Wir sorgen damit für eine optimale, altersgerechte Versorgung der Kinder und Jugendlichen bei uns im Haus und sichern die fachliche Bindung zu den operativen Fachkliniken“, erklärt der Ärztliche Direktor des Universitätsklinikums, PD Dr. Thomas Klöss. Die Eröffnung der Station findet am Mittwoch, 16. Oktober 2013, um 10 Uhr im Universitätsklinikum Halle (Saale), Ernst-Grube-Straße 40, Funktionsgebäude 4, Ebene 02, statt.

Auf der Station werden Kinder und Jugendliche bereut, die in den Fächern Kinderchirurgie, Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie, Augenheilkunde, Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde, Mund-, Kiefer und plastische Gesichtschirurgie, Neurochirurgie oder Orthopädie operativ versorgt werden. Bisher lagen die kleinen Patienten auf den Stationen der jeweiligen Fachkliniken – zwischen den erwachsenen Patienten. Angebunden ist die neue Station an das Department für operative und konservative Kinder- und Jugendmedizin. Das Pflegepersonal ist auf die Behandlung und Betreuung von Kindern und Jugendlichen spezialisiert. Die Diagnostik und Therapie erfolgt weiterhin durch Ärztinnen und Ärzte aus dem jeweiligen Fachgebiet. Die Organisation der Station übernehmen die Ärztinnen und Ärzte der Kinderchirurgie unter Leitung des Klinikdirektors, Prof. Dr. Rainer Finke.

Kinder jeden Alters, vom Früh- und Neugeborenen, über Säuglinge, Klein- und Schulkinder sowie Jugendliche im Alter bis zu 18 Jahren können auf der interdisziplinären Station behandelt werden. Die Pflegenden sind für die jeweils neuen Fachgebiete besonders geschult worden, so dass sie beispielsweise Notsituationen wie das Nachbluten nach einer Mandel-Operation schnell erkennen können. Auch weiterhin werden interdisziplinäre Weiterbildungen stattfinden. Vor der Inbetriebnahme der Station sind umfangreiche organisatorische Arbeiten notwendig gewesen, die in Zusammenarbeit mit allen Fachkliniken durchgeführt worden sind.

Im vergangenen Jahr sind neben den kinderchirurgischen Fällen etwa 600 Kinder und Jugendliche in anderen Fachgebieten am Universitätsklinikum Halle (Saale) operativ betreut worden.

Quelle: Uniklinik Halle