In der der Leopoldina-Weihnachtsvorlesung geht es um filigranen Beton und feste Textilfasern

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Um Beton in verschiedenen Formen zu stabilisieren, wird normalerweise eine Stahlkonstruktion eingearbeitet. Dabei muss die Betonschicht verhältnismäßig dick sein, um den Stahl rostfrei zu halten. Nutzt man stattdessen fest verwobene Carbonfasern, so hat dies den entscheidenden Vorteil, dass Carbon nicht rostet und bereits sehr dünne Betonüberdeckungen ausreichen. Mit dem Textilbeton können so feingliedrige, optisch ansprechende Bauwerke entstehen und gleichzeitig Material und Ressourcen eingespart werden.

Manfred Curbach studierte in Dortmund Bauingenieurwesen und wurde in Karlsruhe promoviert. In seiner Dissertation untersuchte er das Betonverhalten unter hochdynamischer Beanspruchung. Danach ging er in die Praxis und war für sechs Jahre in einem Ingenieurbüro im Brückenbau tätig. Seit 1994 ist er Universitätsprofessor für Massivbau an der TU Dresden. Hier war er Sprecher des Sonderforschungsbereichs zum Textilbeton, aus dem schließlich der Carbonbeton entwickelt wurde. 2016 gewann er gemeinsam mit Prof. Peter Offermann und Prof. Chokri Cherif den Deutschen Zukunftspreis 2016, Preis des Bundespräsidenten für Technik und Innovation.

Leopoldina-Weihnachtsvorlesung von Prof. Dr. Manfred Curbach
„Carbonbeton – fein, filigran, faszinierend“
Dienstag, 12. Dezember 2017, 17.00 bis 19.00 Uhr
Hauptgebäude der Leopoldina, Festsaal
Jägerberg 1, 06108 Halle (Saale)

Die Veranstaltung ist öffentlich, die Teilnahme kostenlos. Um Anmeldung wird gebeten unter: www.leopoldina.org/de/form/anmeldung-weihnachtsvorlesung/

 

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