In den Schutzgebieten der Stadt Halle erfolgt 2015/16 Kartierung der wichtigsten Tier- und Pflanzenarten

saale

Wie Stadt Halle informiert, wird die Untere Naturschutzbehörde der Stadt Halle (Saale) in den Jahren 2015 und 2016 zusammen mit dem Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung GmbH (UFZ) in allen ausgewiesenen und in geplanten Schutzgebieten der Stadt Halle (Saale) die Kartierung der in den Gebieten relevanten Tier- und Pflanzenarten durchführen lassen. schon im Februar 2015 wurde damit begonnen. Weiter geht es bis Oktober 2015. Im Jahr 2016 werden die Tätigkeiten im gleichen Zeitraum fortgesetzt.

Mit der Kartierung sind 53 ehrenamtlichen Naturschutzbeauftragte beschäftigt, die durch den Leiter des Departments Biozönoseforschung im UFZ, Herrn Dr. Stefan Klotz, und seine Mitarbeiterin, Frau Dr. Sonja Knapp, begleitet werden. Für die Stadt ist der Teamleiter der Unteren Naturschutzbehörde, Herr Detlef Wagner, für das Kartierungsprojekt verantwortlich. Wie die Stadt weiter informiert, sind Naturschutzbeauftragten Fachleute für die zu kartierenden Arten. So sind z.B. ehemalige und auch aktuelle Universitätsmitarbeiter, darunter, aber auch Beschäftigte in Fachbüros oder Studenten. Nach einer Abstimmung mit der Oberen Naturschutzbehörde werden die Naturschutzbeauftragten von der Unteren Naturschutzbehörde im Juni 2015 berufen und unterstützen die Arbeit der Behörde mit ihren Sachkenntnissen und Fähigkeiten. Sie sind während der Ausübung ihres Dienstes Angehörige der Naturschutzbehörde im Außendienst.
Mit der Kartierung soll ein möglichst vollständiges Erfassen der in den Untersuchungsgebieten vorkommenden Pflanzen- und Tierarten erreicht werden. Erfasst werden beispielsweise die Vorkommen von Heuschrecken, Vögeln, Laufkäfern und Schmetterlingen. Aus der Pflanzenwelt sind unter anderem Flechten, Moose und Gefäßpflanzen für die Naturschützer von Interesse. Bei der Kartierung wird lediglich der Ist-Zustand der Natur erfasst. Veränderungen an den kartierten Grundstücken sind damit nicht verbunden.

Wissenswert für alle Bürger der Stadt ist, dass den Naturschutzbeauftragten das Befahren von Feld- und Waldwegen mit PKW nach den Regelungen des Feld- und Forstordnungsgesetzes (FFOG) gestattet ist. Ferner ist ihnen der Zutritt zu offen zugänglichen Grundstücken in Schutzgebieten zur Erfüllung ihrer Aufgaben zu gestatten. Die Eigentümer und Nutzungsberechtigten der betroffenen Grundstücke werden gebeten, die Kartierungen zu unterstützen.
Die Kartierungsarbeiten erstrecken sich über folgende Gebiete:

Flächennaturdenkmale:
Kleine Lunzberge, Waldohreulenschlafplatz Dölauer Heide, Diptamstandort Dölauer Heide, Kleiner Angersdorfer Teich, Teich am Granauer Berg, Teich bei Seeben
Geschützte Landschaftsbestandteile:
Park Sagisdorf, Park der Halleschen Motoren Werke, Amtsgarten, Park der ehemaligen Papierfabrik Kröllwitz, Park Seeben, Gehölz bei Büschdorf, Haldengehölz Bruckdorf, Amselgrund und Kreuzer Teiche, Großer und Kleiner Galgenberg

Geschützter Park:
Gimritzer Park

Landschaftsschutzgebiete:
Saaletal, Dölauer Heide

flächenhafte Naturdenkmale:
Weiher und Lehmhügel westlich Seeben, Resttümpel nördlich Kanena, Lößhohlweg bei Granau, Saaleuferstreifen nördlich Kröllwitz, Streuobsthang südlich Seeben, Klausberge, Tulpenstandort im Südpark, Feldgehölz südöstlich des Lindbusches, Trockenrasen auf dem Ochsenberg

Naturschutzgebiete:
Bischofswiese, Nordspitze Peißnitz, Lunzberge, Brandberge, Rabeninsel und Saaleaue bei Böllberg, Saale-Elster-Aue bei Halle, Pfingstanger bei Wörmlitz, Forstwerder, Bruckdorfer und Osendorfer See, Abtei und Saaleaue bei Planena

Geplante Schutzgebiete:
Ellernteich, Mötzlicher Teiche, Pulverweiden, Streuobsthänge Nietleben, Trockenhänge nordwestlich Seeben

• Weitere Informationen zu Schutzgebieten auf halle.de

Quelle: Stadt Halle