Immer weniger jüngere Beschäftigte in Sachsen-Anhalt

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Anlässlich des „Internationalen Tags der Jugend“ am 12.08. wirft die BFA Sachsen-Anhalt Thüringen einen Blick auf die   Situation Jüngerer auf den Arbeitsmarkt:

Die Zahl der Beschäftigten unter 25 Jahren sinkt in fünf Jahren um ein Drittel. In Sachsen-Anhalt arbeiten immer weniger jüngere Beschäftigte. Waren im Juni 2009 noch 88.436 Menschen unter 25 Jahren sozialversicherungspflichtig beschäftigt, lag die Zahl im Juni 2014 bei 59.735, ein Rückgang von fast einem Drittel. Bundesweit ging die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten dieser Altersgruppe im gleichen Zeitraum nur um 4 Prozent zurück. 7,7 Prozent der Beschäftigten in Sachsen-Anhalt sind unter 25 Jahre alt. 2009 waren es noch 11,7 Prozent.

Ganz besonders deutlich zeigen sich die Auswirkungen der Demografie auf dem Ausbildungsmarkt: Während 2009 noch  über 42.779 junge Menschen eine Ausbildung machten, waren es 2014 nur noch 27.186. Ein Rückgang von mehr 36 Prozent. Bundesweit gingen die Auszubildendenzahlen im gleichen Zeitraum um knapp zehn Prozent zurück.

„Die Folgen des demografischen Wandels treffen Sachsen-Anhalt besonders stark und sind die größte Herausforderung für den Arbeitsmarkt. Die Entwicklung lässt sich nicht mehr umkehren. Vielmehr müssen Wirtschaft, Politik und Verwaltung Strategien entwickeln, wie wir unsere Unternehmen in einer alternden Gesellschaft mit den Fachkräften versorgen können, um die Wirtschaftskraft und den Wohlstand im Lande zu sichern“, sagte der Geschäftsführer der Regionaldirektion Sachsen-Anhalt-Thüringen, Lutz Mania. Mania betonte, dass die demografische Entwicklung neben Risiken auch jede Menge Chancen beinhalte. „Die Menschen in Sachsen-Anhalt werden älter. Sie bleiben dadurch auch länger im Job. Jeder zweite über 55 Jahren arbeitete sozialversicherungspflichtig. Und: Sachsen- Anhalt wird bunter und internationaler. Denn auch Zuwanderung gehört jetzt zu uns und mit ihr auch jede Menge neuer Ideen und Impulse, die das Land voranbringen“, sagte Mania.

Die Jugendarbeitslosigkeit sinkt in den vergangen 5 Jahren um fast 50 Prozent.  9.256 Menschen zwischen 15 und 25 Jahren waren im Jahresdurchschnitt 2014 in Sachsen-Anhalt arbeitslos. Seit 2009 sei die Zahl der Arbeitslosen unter 25 Jahren um über 9.000 bzw. um fast 50 Prozent zurückgegangen, erklärte Mania.

Mania meint auch, dass sich durch bessere Zusammenarbeit verschiedener Behörden die Jugendarbeitslosigkeit noch viel weiter senken lasse.

Für die Förderung, Beratung und Begleitung beim Übergang von der Schule in den Beruf sind mehrere Behörden zuständig: Die Jobcenter für die Grundsicherung des SGB II („Zweites Sozialgesetzbuch“), die Agenturen für Arbeit für die Arbeitsförderung des SGB III und die Jugendämter für die Kinder und Jugendhilfe des SGB VIII.

Quelle & Foto: BA-Sachsen-Anhalt-Thüringen