IHK unterstützt Vorschlag gegen Mückenplage

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Die CDU hatte vorgeschlagen, angesichts der Mückenplage im Land eine Aktionsgemeinschaft der Kommunen zu gründe. Diesen Vorschlag, die Mückenpopulation zumindest mittelfristig gering zu halten, unterstützt die Industrie- und Handelskammer Halle-Dessau (IHK). „Das Hochwasser ist endlich weg, die Mücken sind noch da und in Magdeburg schiebt man die Verantwortung hin und her. Dieses Problem darf nicht auf dem Rücken der ohnehin geplagten Gastwirte und Touristiker ausgesessen, sondern es muss entschlossen gehandelt werden“, so Michael Pirl, IHK-Vizepräsident und selbst Hotelier in Wörlitz. Die Landesregierung habe sich viel zu spät und dann unentschlossen mit dem Thema befasst.

Laut IHK hätten die hiesigen Hoteliers und Gastronomen in Folge des Hochwassers ohnehin mit erheblichen Umsatzeinbrüchen und Gästerückgängen von bis zu 40 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zu kämpfen. Die immer noch nur zaghaft anreisenden Gäste würden von den Mücken schnell wieder verjagt, was zu weiteren Umsatzeinbußen führe.

IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Thomas Brockmeier empfiehlt zumindest eine Anschubfinanzierung des Landes für die angedachte Aktionsgemeinschaft gegen die Mückenplage. „Bei der aktuellen Debatte über die Verteilung der Hilfsgelder im Bereich der öffentlichen Infrastruktur geht es fast ausschließlich um einzelne konkrete Gebäude oder Verkehrswege. Ein anderes ‚öffentliches Gut‘ aber, ein wirksamer Schutz vor der Mückenplage, wird von der Politik ignoriert“, so Brockmeier. „Durch das Zaudern ist es für diese Saison ohnehin bereits zu spät – die Larven sind längst geschlüpft. Wissenschaftliche Untersuchungen, wonach sich die Problematik auf natürlichem Wege lösen werde, sind da wenig tröstlich. Wenn nicht bald etwas passiert, wird mancher Gastronom schneller verschwinden als die Mücken“, so Brockmeier.

Quelle: IHK