IHK fordert zügige Fertigstellung der A 143

ihkFür einfachere und schnellere Verfahren bei der Umsetzung von Infrastrukturprojekten hat sich die Präsidentin der Industrie- und Handelskammer Halle-Dessau (IHK), Carola Schaar, ausgesprochen. „Der Bau von Straßen, Schienen und Wasserwegen dauert immer länger und wird immer teurer. Wir brauchen mehr Pragmatismus und weniger Ideologie.“ Vor allem Aspekte des Natur- und Artenschutzes führten vermehrt zu Klagen, sodass Projekte verzögert oder ganz verhindert würden, so Schaar anlässlich der Informationsveranstaltung „Naturschutz als Kostentreiber?“ in Halle.

Eine intakte, leistungsfähige Verkehrsinfrastruktur sei ein entscheidender Standortfaktor für die Wirtschaftsregion. „Sowohl beim Erhalt als auch beim notwendigen Ausbau der Infrastruktur sind jedoch immer mehr und immer höhere Hürden zu überwinden“, mahnt Schaar. Hürden habe der Gesetzgeber insbesondere im Planungs- und Umweltrecht errichtet. Die Folge seien vermehrte Bürgerinitiativen und klagende Umweltverbände, was bei den Bauherren zu großen Unsicherheiten führe. „Deshalb sollten entsprechende Gesetze, Verordnungen und Richtlinien nicht noch komplexer sondern einfacher und verständlicher werden“, wandte sich Schaar an den anwesenden Minister für Landesentwicklung und Verkehr, Thomas Webel. Gleichzeitig reiche die finanzielle Ausstattung seitens der öffentlichen Hand nicht aus.

In Sachsen-Anhalt gebe es zahlreiche Projekte, deren Fertigstellung wesentlich länger dauere und teurer werde als geplant. Zu ihnen gehören die ICE-Strecke von Halle/Leipzig nach Erfurt, die A 14 von Magdeburg nach Schwerin und vor allem die A 143 Westumfahrung von Halle. „Die Wirtschaft in Mitteldeutschland und das Oberzentrum Halle brauchen die A 143 – jetzt“, fordert die IHK-Präsidentin. Der Streit um ein angrenzendes Gebiet mit Flora-Fauna-Habitat, für dessen Bestand der Naturschutzbund 2005 erfolgreich geklagt hatte, müsse ausgeräumt werden. Carola Schaar: „Das Baurecht muss endlich her!“

Quelle: IHK