IHK: Auswirkungen der Ukraine-Krise sichtbar

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Die Krise in der Ukraine beeinträchtigt auch die Unternehmen im südlichen Sachsen-Anhalt. Die Auswirkungen sind aber derzeit noch begrenzt. Das ist das Ergebnis einer Sonderauswertung aktueller Konjunkturdaten der Industrie- und Handelskammer Halle-Dessau.

Betrachtet man die Stimmung der Unternehmen, die im letzten Quartal Auslandsabsatz mit der Russischen Föderation und den anderen GUS-Staaten angaben, zeigen sich einige Abweichungen von der Gesamtstimmung in der Industrie. So fällt die aktuelle Einschätzung der Geschäftslage leicht schwächer aus als in der Gesamtwirtschaft und die Umsätze und Gewinne sind stärker gesunken. „Am deutlichsten jedoch ist die Beeinträchtigung bei der Entwicklung der Auftragseingänge aus dem Ausland. Während die Industrie insgesamt seit 2013 weitgehend neutrale Einschätzungen meldete und somit ein stabiles Auslandsgeschäft zu verzeichnen war, verschlechterten sich die Einschätzungen der Teilgruppe kontinuierlich“, beschreibt Dr. Thomas Brockmeier, Hauptgeschäftsführer der IHK Halle-Dessau, die Daten.

Insgesamt, so die IHK, sorgten die Unsicherheiten in der Krisenregion für sichtbare Eintrübungen des Auslandsgeschäftes – hauptsächlich über die wirtschaftliche Schwäche infolge der Währungsabwertung. Aufgrund des relativ geringen Exportanteils in die Region und der robusten Inlandsentwicklung seien die negativen Auswirkungen auf die konjunkturelle Entwicklung jedoch noch begrenzt. „Offen bleibt allerdings, inwieweit sich mittlerweile beschlossene Sanktionen gegen die Russische Föderation auf die regionalen Unternehmen auswirken werden. Bisher sind hier noch keine deutlichen Eintrübungen der Unternehmenserwartungen sichtbar“, stellt Dr. Brockmeier fest.

Quelle: IHK

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