Humboldt-Forschungspreis: Renommierter Historiker Gwyn Campbell forscht in Halle

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Die Alexander von Humboldt-Stiftung hat dem Historiker Prof. Dr. Gwyn Campbell von der McGill University in Montreal, Kanada den Humboldt-Forschungspreis zuerkannt. Damit werden seine herausragenden Leistungen auf dem Gebiet der Indian Ocean Studies gewürdigt. Das mit der Auszeichnung verbundene Preisgeld verwendet Campbell für mehrere Forschungsaufenthalte an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU). Zusammen mit seinem Gastgeber, dem Ethnologen Prof. Dr. Burkhard Schnepel, wird er unter anderem zur Verbreitung von Krankheiten im Gebiet des Indischen Ozeans forschen.

Gwyn Campbell (Jahrgang 1952) ist einer der Pioniere der Indian Ocean Studies, die sich aus kultur- und geschichtswissenschaftlicher Sicht mit dem maritimen Großraum des Indischen Ozeans befassen. In Halle will Campbell neue Impulse für diese Forschung liefern. Im Zentrum seiner Untersuchungen steht die Wechselbeziehung von Mensch und Umwelt. „Dabei hinterfragen wir die bisherige Sichtweise, die den Menschen als maßgeblichen Faktor für die historischen Veränderungen verantwortlich macht. Stattdessen betrachten wir, wie menschliche Einflüsse – etwa Handel, Migration und Krieg – mit Umwelteinflüssen – wie Klima und Monsunen – und historische Entwicklungen zusammenhängen“, sagt Campbell.

Quelle: MLU Halle

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