Hochwasser Eissporthalle: Hart gekämpft und trotzdem verloren

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Das Saale Hochwasser bringt das Eishockey aus Halle sowie die einzige Eissporthalle in Sachsen- Anhalt in eine prekäre Situation. Nachdem am Montag bereits der untere Kabinentrakt (Saale Bulls 1b/ 1c, Nachwuchs) bis zur Decke unter Wasser stand, ist seit Dienstag die gesamte Volksbank Arena knietief unter Wasser.

Verheerender sieht es im Maschinenraum, dem „Herz“ der Eissporthalle aus. Hier haben die Fluten bereits die gesamte Technik unter Wasser gesetzt. Eine Beurteilung der Schäden kann erst nach Rückgang der Wassermassen erfolgen, es sieht jedoch nicht gut aus und eine Reparatur dürfte sehr kostenintensiv werden.

Gemeinsam mit etwa 300 freiwilligen Helfern versuchte man am Montag den Damm zur Sicherung der Kühlanlage zu erhöhen, leider waren alle Anstrengungen vergebens. Schmerzlich machte sich die fehlende der Trafo Station bemerkbar, die vor einem Jahr von der Rückseite der Eissporthalle auf die Vorderseite verlegt wurden war. Somit war man zunächst vollkommen auf sich allein gestellt. Erst durch persönliche Bemühungen wurden uns, dank Hilfe der Firma Papenburg, dutzende Tonnen Sand zur Verfügung gestellt. Ebenfalls mussten die Sandsäcke in Eigenregie besorgt werden. Etwa 8.000 Sandsäcke wurden durch die Helfer an der Volksbank Arena verbaut. Nachdem immer klarer wurde, dass die Halle nicht zu retten ist, wurden die restlichen 11.000 Sandsäcke zur Sicherung des Gimritzer Damms mitverwendet und alle Kräfte dort eingesetzt.

Um das immense Ausmaß der Schäden bei uns etwas einzudämmen, wurde die untere Etage geräumt und Technik sowie diverses Equipment in höher gelegene Räumlichkeiten verbracht. Seit Dienstagmittag ist die Halle nicht mehr betretbar, der Gimritzer Damm wurde in der Nacht zu Mittwoch evakuiert und somit sind wir zum Zusehen verdammt, wie unsere geliebte Stierkampfarena an Wassermassen Zentimeter für Zentimeter zum Opfer fällt. Die beiden Eismaschinen wurden derzeit im nahegelegenen TGZ sicher untergebracht.

Der Dank gilt allen Helfern sowie der Firma GP Papenburg, der HASTRA und dem DLRG sowie der Feuerwehr, die unkomplizierte Hilfe leisteten. Ebenso gebührt den tausenden- vorwiegend jungen- Helfern unser aufrichtiger Dank für deren selbstlosen und engagierten Einsatz. Übrigens waren mit Mathias Schubert sowie Enrico Ehrhardt auch Spieler der Saale Bulls dabei, die während der Sommerpause in Halle geblieben sind.

„Die Hilfsbereitschaft und Solidarität der freiwilligen Helfer sowie Unternehmen war und ist einfach überwältigend! Vielen, vielen Dank!!!!“, so der Verein.
Sobald die Wassermassen endlich verschwunden sind, heißt es anzupacken. Es wartet eine riesige Menge an Arbeit:  Böden und Wände müssen instand gesetzt, die Technik repariert und die Kabinen sowie die Halle gereinigt werden.  Neben Arbeitskräften sind die Betreiber dann vor allem auf materielle Hilfe angewiesen, um die Schäden zu beseitigen.

Quelle: MEC Halle